Alexander Melnikov

Alexander Melnikov absolvierte sein Studium am Moskauer Konservatorium bei Lev Naumov. Zu seinen musikalisch prägendsten Erlebnissen zählen die Begegnungen mit Swjatoslaw Richter, der ihn regelmäßig zu seinen Festivals in Russland und Frankreich einlud. Er ist Preisträger bedeutender Wettbewerbe wie dem »Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb« und dem »Concours Musical Reine Elisabeth« in Brüssel.

Seine musikalischen und programmatischen Entscheidungen sind oft ungewöhnlich. Sehr früh begann Alexander Melnikov sich mit der historischen Aufführungspraxis auseinanderzusetzen. Wesentliche Impulse erhielt er von Andreas Staier und von Alexei Lubimov, mit dem er in zahlreichen Projekten zusammengearbeitet hat. Regelmäßig steht er mit namhaften Ensembles für Alte Musik wie dem Freiburger Barockorchester, MusicAeterna, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orchestre des Champs-Élysées auf der Bühne. Unter den Orchestern, bei denen Alexander Melnikov als Solist gastierte, finden sich das Royal Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Philadelphia Orchestra, die Münchner Philharmoniker, das Rotterdam Philharmonic Orchestra und NHK Symphony Orchestra. Er arbeitete mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Teodor Currentzis, Charles Dutoit, Paavo Järvi, Thomas Dausgaard und Valery Gergiev zusammen.

Eine intensive Kammermusikpflege mit dem Cellisten Jean-Guihen Queyras gehört für Alexander Melnikov zu den unverzichtbaren Bestandteilen seiner Arbeit. Überaus wichtig sind ihm auch Kammermusikkonzerte mit seiner langjährigen festen Duopartnerin Isabelle Faust. Im September 2015 erschien ihre Einspielung der Brahms-Sonaten für Violine und Klavier. Die von ihm bei Harmonia Mundi veröffentlichten Präludien und Fugen op. 87 von Schostakowitsch wurden u. a. mit dem »BBC Music Magazine Award«, dem »Choc de classica« und dem »Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik« ausgezeichnet. 2011 wurde dieses Album vom »BBC Music Magazine« als eine der 50 wichtigsten Aufnahmen aller Zeiten genannt. Des Weiteren spielte er Werke von Brahms, Rachmaninow und Skrjabin ein. Zusammen mit Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras, Pablo Heras-Casado und dem Freiburger Barockorchester nahm Alexander Melnikov eine Schumann-Trilogie mit den Konzerten und Klaviertrios auf. Im November 2016 erschien eine Aufnahme mit Werken von Prokofiev, im Februar 2018 seine von Kritikern hochgelobte Aufnahme »Four Pieces, Four Pianos«.

In der Saison 2020/21 setzt Alexander Melnikov neben Konzerten mit dem Seattle Symphony Orchestra, der Akademie für Alte Musik Berlin und den Münchner Philharmonikern seine enge Zusammenarbeit mit der Tapiola Sinfonietta fort. Zu den weiteren Höhepunkten der Saison zählen u. a. Einladungen vom Bozar Brüssel und vom Concertgebouw Amsterdam, Recitals in Paris, Dortmund und Tokio sowie Konzerte mit dem Cuarteto Casals, Isabelle Faust und Jean-Guihen Queyras.