Mirga Gražinytė-Tyla

Im Frühjahr 2019 erschien Mirga Gražinytė-Tylas Debüt-CD bei der Deutschen Grammophon. Sie begeisterte Kritiker und Zuhörer weltweit und wurde als maßgeblicher Beitrag zur Wiederentdeckung von Mieczysław Weinbergs Œuvre gefeiert. Die Aufnahmen entstanden in Kooperation mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Kremerata Baltica und Gidon Kremer, mit dem sie schon seit 2013 einen intensiven künstlerischen Austausch pflegt. Seit Beginn der Saison 2016/17 ist Mirga Gražinytė-Tyla Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra, wo sie in der Nachfolge von Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons steht. 2020 feiert das City of Birmingham Symphony Orchestra sein 100-jähriges Bestehen und setzt seine umfangreiche Tourtätigkeit mit Konzerten in Deutschland, Frankreich, Belgien, der Schweiz und Österreich fort.

Als Kind einer Musikerfamilie im litauischen Vilnius aufgewachsen, studierte Mirga Gražinytė-Tyla zunächst Chor- und Orchesterdirigieren an der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst in Österreich. Anschließend vertiefte sie ihre Studien am Konservatorium in Bologna, an der Musikhochschule Leipzig und an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2011 bis 2014 wirkte sie als Kapellmeisterin am Theater und Orchester Heidelberg und am Konzert Theater Bern, bevor Sie ans Landestheater Salzburg wechselte, wo sie von 2015 bis 2017 Musikdirektorin war. International machte Mirga Gražinytė-Tyla 2012 auf sich aufmerksam, als sie bei den »Salzburger Festspielen« mit dem begehrten »Salzburg Festival Young Conductors Award« ausgezeichnet wurde. Auf ein Dudamel Fellowship beim Los Angeles Philharmonic folgten Einladungen zahlreicher Orchester und Opernhäuser weltweit. Von 2014 bis 2016 war Mirga Gražinytė-Tyla Assistant Conductor und von 2016 bis 2017 Associate Conductor des Los Angeles Philharmonic.