David Kadouch

David Kadouch entwickelt sich zu einem der meist gefragten Pianisten seiner Generation. Seit er 2005 Preisträger der »Beethoven Competition Bonn« und 2009 der »Leeds International Piano Competition« wurde, ist er regelmäßiger Gast bei den renommiertesten Orchestern, Recital-Serien und internationalen Festivals. 2011 gewann er den »International Classical Music Award« in der Kategorie »Young Artist of the Year« und wurde von französischen Kritikern zum »Artist Breakthrough of the Year« gewählt.

Vergangene Auftritte waren etwa mit Schumanns Klavierkonzert in Mülhausen, Bachs Konzert für drei Klaviere d-moll im Salle Pleyel in Paris, Poulencs Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-moll mit dem BBC Symphony Orchestra, Beethovens Drittem Klavierkonzert mit der Hong Kong Sinfonietta sowie Recitals in Istanbul, Aix-en-Provence und Lüttich. Orchesterkonzerte umfassten u. a. Auftritte mit dem Orchestre National de Lyon unter Leonard Slatkin, beim »Verbier Festival« unter Charles Dutoit, mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman, beim »Contemporary Music Festival« in Luzern unter Pierre Poulez sowie mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Orchestre National de Lille, Gulbenkian Orchestra und Israel Philharmonic Orchestra. Seine Zusammenarbeit mit Daniel Barenboim führte ihn u. a. 2008 nach Jerusalem und 2009 nach Ramallah.

2010 gab David Kadouch mit einem Auftritt im Metropolitan Museum of Art sein Recital-Debüt in New York. Weitere Recitals führten ihn ins Louvre in Paris, zum »Verbier Festival« (2009 erhielt er dort den »Prix d’Honneur«), »Klavier-Festival Ruhr«, »Gstaad Menuhin Festival«, »Montreux Festival«, »Gilmore International Keyboard Festival« und »Jerusalem International Chamber Music Festival«.  Zu seinen Kammermusikpartnern gehören etwa das Cuarteto Quiroga, Quatuor Ebène und Quatuor Ardeo sowie Radovan Vlatković, Frans Helmerson, Nikolaj Znaider, Antoine Tamestit und Renaud Capuçon. Zudem spielte er gemeinsam mit Itzhak Perlman Schumanns Klavierquintett in der Carnegie Hall.

Kadouchs Diskografie umfasst u. a. einen Live-Mittschnitt von Beethovens Fünftem Klavierkonzert (»Emperor«) mit dem Kölner Kammerorchester bei Naxos; zudem Einspielungen von Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung«, Medtners Sonate »Réminiscence« und Taneyevs Präludium und Fuge op. 29 bei Mirare, von Schumanns Dritter Klaviersonate und seinem Klavierquintett mit dem Quatuor Ardeo bei Decca sowie von sämtlichen Präludien Schostakowitschs bei TransArt Live. Er hat außerdem bei Daniel Barenboims DVD-Projekt mit sämtlichen Beethoven-Klaviersonaten mitgewirkt, bei dem auch Nachwuchskünstler bei Auftritten und in Meisterklassen begleitet wurden.

Davide Kadouch wurde in Nizza geboren und studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Odile Poisson. Mit 14 Jahren ging er ans Pariser Konservatorium in die Klasse von Jacques Rouvier. Nachdem er dort mit dem »Premier prix« abschloss, setzte der sein Studium an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid bei Dmitri Bashkirov und Ralf Gothóni fort.