LUDWIG

2012 wollten sich sechs niederländische Orchestermusiker vorherrschenden Traditionen widersetzen und gründeten ein neues Musikkollektiv, um ein Ensemble zu erschaffen, das sich nicht nur künstlerisch, sondern auch in seiner Reichweite und Flexibilität abhebt. Ludwig – der Name bezieht sich natürlich auf den Kulturunternehmer der Klassischen Musik – kann in seiner Besetzung vom Solistenensemble bis zum Sinfonieorchester alles darstellen. Der Traum der Musiker ist wahr geworden: In kürzester Zeit war das Kollektiv, das sich durch furchtlosen Elan und eine zeitgemäße Sicht auf etabliertes Repertoire auszeichnet, in den gesamten Niederlanden bekannt.

2014 wurde Ludwig der Preis »De Ovatie« von der Dutch Association of Theatre and Concert Hall Directors für den beeindruckendsten Erfolg im Bereich Klassische Musik verliehen. Diese Auszeichnung erhielt Ludwig in seiner ersten offiziellen Saison für das Konzert »Ludwig loves Barbara« mit Barbara Hannigan in Doppelfunktion als Sängerin und Dirigentin im Concertgebouw Amsterdam am 5. April 2014.

Ludwigs Programmgestaltung ist ebenso gründlich durchdacht wie abenteuerlustig. Sein Artistic Director Peppie Wiersma bringt Komponisten verschiedener Epochen, Stile und Hintergründe zusammen. Ludwig präsentiert herausragende Musik in bestmöglicher Qualität, macht sich dabei jedoch frei von organisatorischen und Führungsstandards konventioneller Ensembles und Orchester. Einzigartig macht die Musiker zudem, dass sie oft mit dem Publikum interagieren, aus dem Gedächtnis spielen, mit unterschiedlichen Präsentationsformen experimentieren, die interdisziplinäre Zusammenarbeit suchen und bemerkenswerte Konzerte konzipieren mit herausragenden Künstlern wie Barbara Hannigan, Lucas & Arthur Jussen sowie Remy van Kesteren.

Im Juli 2015 erhielt Ludwig eine Zuwendung vom renommierten staatlichen Förderprogramm »The Art of Impact« für sein wegweisendes Projekt »Ludwig and the Brain«, bei dem die Wirkung von Musik erforscht wird. Ludwig entwickelt gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern innovative Darbietungen von Musik, die einen positiven Effekt auf Wohlbefinden und Bildung bestimmter Zielgruppen haben. So initiierte Ludwig 2016 die Serie der sogenannten »Brainwaves«: interdisziplinäre Veranstaltungen, bei denen die neuesten Entwicklungen zu musikbasierter Gehirnforschung in verschiedenen Fachgebieten präsentiert werden. Unter dem Titel »Music and identity« tourte die erste »Brainwave« durch die Niederlande, 2017 folgte »Music as medicine«. 2018 wird mit »Music and the future« der Übergang zur neuen Ära der unendlichen Möglichkeiten, die die Digitalisierung birgt, erforscht.