Auftritte im Konzerthaus Dortmund

Gringolts Quartett

Im 2008 gegründeten und in Zürich beheimateten Gringolts Quartett fanden sich vier Musiker aus vier Ländern zusammen, die einander schon durch viele kammermusikalische Begegnungen freundschaftlich verbunden waren: Über Jahre hatten der russische Geiger Ilya Gringolts, die rumänische Bratschistin Silvia Simionescu und die armenische Geigerin Anahit Kurtikyan immer wieder auf internationalen Festivals in verschiedenen Formationen gemeinsam musiziert; der deutsche Cellist Claudius Herrmann spielte mit Anahit Kurtikyan im renommierten Amati Quartett Zürich. Was sie miteinander verbindet, sind die große Freude am gemeinsamen Musizieren und die Leidenschaft für das Streichquartettspiel.

Zu den musikalischen Partnern des Quartetts zählen Künstler wie Leon Fleischer, Jörg Widmann, David Geringas, Malin Hartelius, Christian Poltéra und Eduard Brunner. Abgesehen vom klassischen Repertoire widmen sich die Musiker auch regelmäßig zeitgenössischer Musik, darunter Quartette von Marc-André Dalbavie, Jörg Widmann, Jens Joneleit und Lotta Wennäkoski.

In den vergangenen Spielzeiten war das Gringolts Quartett unter anderem bei den »Salzburger Festspielen«, dem »Lucerne Festival«, dem »Menuhin Festival Gstaad«, in der St. Petersburger Philharmonie, im L’Auditori Barcelona, bei der Sociedad Filarmónica de Bilbao, bei »Lugano Musica« und bei der Società di Concerti in Mailand zu Gast. Ihren Debüts bei den Sommerfestivals in Verbier und Edinburgh folgen in der laufenden Spielzeit neben Konzerttourneen durch Italien, Deutschland und die Schweiz Debüts am Festspielhaus Baden-Baden, am Stockholm Konserthuset sowie auf Schloss Elmau.

2011 erschien die Debüt-CD des Quartetts mit Werken von Robert Schumann. Für die Ende 2012 erschienene Ersteinspielung des Quintetts von Walter Braunfels gemeinsam mit David Geringas wurde das Gringolts Quartett mit einem »Supersonic Award« sowie mit einem »ECHO Klassik« ausgezeichnet. 2014 machte es mit einer Brahms-CD auf sich aufmerksam. Eine Aufnahme der Quintette von Glasunow und Tanejew gemeinsam mit Christian Poltéra erschien im Frühjahr 2016 und wurde mit dem begehrten »Diapason d’Or« ausgezeichnet. Frisch erschienen ist zum Beginn der neuen Saison die Einspielung von Schönbergs Streichquartetten Nr. 2 und 4. 

Die Mitglieder des Gringolts Quartetts spielen alle auf seltenen italienischen Instrumenten: Ilya Gringolts spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri »del Gesù« (Cremona 1742/43) aus privatem Besitz, Anahit Kurtikyan eine Camillo-Camilli-Violine (Mantua 1733), Silvia Simionescu eine Bratsche von Jacobus Januarius (Cremona 1660) und Claudius Herrmann ein Maggini-Cello (Brescia 1600). Auf diesem Instrument spielte einst Prinz Golizyn, ein großer Bewunderer Beethovens, als erster die von ihm in Auftrag gegebenen letzten Streichquartette des Komponisten.