Auftritte im Konzerthaus Dortmund

Elena Pankratova

Die russische Sopranistin Elena Pankratova wurde in Jekaterinburg geboren, wo sie auch ihre musikalische Ausbildung erhielt, zunächst als Pianistin, Chordirigentin und Musikpädagogin. Ihr Diplom mit Auszeichnung als Opern- und Konzertsängerin sowie als Gesangspädagogin erhielt sie am Staatlichen Konservatorium Nikolai Rimski-Korsakow in St. Petersburg. Später rundete sie ihre Ausbildung bei Renata Scotto, Ingrid Kremling, Giovanna Canetti und Maria Chiara ab.

Der internationale Durchbruch gelang ihr 2010 in der Rolle der Färberin (»Die Frau ohne Schatten«) beim »Maggio Musicale Fiorentino«, die sie erneut erfolgreich an der Mailänder Scala sowie am Teatro Colón in Buenos Aires sang und mit der sie ihre Debüts an der Bayerischen Staatsoper in München, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Royal Danish Opera in Kopenhagen und an der Staatsoper Berlin gab.

Elena Pankratova konnte sich gleichermaßen im deutschen wie italienischen dramatischen Fach etablieren. 2016 gab die Sopranistin ihr Debüt als Kundry (»Parsifal«) bei den »Bayreuther Festspielen« und wiederholte ihren Erfolg dort 2017 und 2018. Sie sang u. a. Odabella (»Attila«) an der Mailänder Scala und am Mariinsky-Theater, Elektra an der Semperoper Dresden, Wiener Staatsoper und im Concertgebouw Amsterdam, Turandot in Bonn, Bologna, Florenz, Neapel und Tel Aviv, Leonore (»Fidelio«) in Genf, Bilbao und Sevilla, Leonora (»La forza del destino«) am Mariinsky-Theater, in Mannheim und Bremen, Senta (»Der fliegende Holländer«) in Köln, St. Petersburg und Dresden, Tosca in Frankfurt, Stuttgart und Oslo, Ortrud (»Lohengrin«) an der Deutschen Oper Berlin und am La Monnaie in Brüssel, Alice (»Falstaff«) in Basel, Karlsruhe und Buenos Aires, Elisabeth und Venus (»Tannhäuser«) in Basel, München und Tokio, Abigaille (»Nabucco«) an der Bayerischen Staatsoper, Sieglinde (»Die Walküre«) in Florenz, am Mariinsky-Theater und an der Semperoper Dresden sowie Norma an der Alten Oper Frankfurt und Bayerischen Staatsoper. Zur ihrem Repertoire gehören zudem die Titelrollen in Strauss’ »Ariadne auf Naxos« und Bellinis »Norma«, Amelia (»Un ballo in maschera«), Leonora (»Il trovatore«), Rosalinde (»Die Fledermaus«) und Santuzza (»Cavalleria rusticana«).

Die Sopranistin arbeitet mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Valery Gergiev, Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Kent Nagano, Andris Nelsons, Hartmut Haenchen, Semyon Bychkov, Pinchas Steinberg, Asher Fisch, Ingo Metzmacher und Julia Jones sowie mit Regisseuren wie Tim Albery, Stefan Herheim, Carlus Padrissa, Yannis Kokkos, Romeo Castellucci, Andreas Homoki und Krzysztof Warlikowski.

Ihre CD-Aufnahme von Mussorgskys »Lieder und Tänze des Todes« wurde 2014 bei Edel Classics veröffentlicht und für den »Preis der Deutschen Schallplattenkritik« nominiert. Als Konzertsängerin war sie u. a. mit Pergolesis Stabat Mater in Tokio, Schostakowitschs 14. Sinfonie in München, Mahlers 2. Sinfonie in Frankfurt, Mahlers 8. Sinfonie in Turin und Peking sowie Rossinis Stabat Mater in Marseille zu erleben.

Elena Pankratova gab Meisterklassen und Workshops u. a. beim Jette Parker Young Artists Programme am Londoner Royal Opera House Covent Garden, bei der Verbier Festival Academy und bei den »Bayreuther Festspielen«. Seit Oktober 2015 ist sie Professorin an der Kunstuniversität Graz.