Gianandrea Noseda

Gianandrea Noseda ist einer der gefragtesten Dirigenten der Welt, gleichermaßen bekannt für seine Dirigate im Konzertsaal und in der Oper. Noseda ist der siebte Musikdirektor des National Symphony Orchestra (NSO), im September 2018 wurde sein Vertrag um vier Jahre bis zur Saison 2024/25 verlängert. Neben seiner Position beim NSO ist Noseda auch Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra und des Israel Philharmonic Orchestra, Chefdirigent des Orquestra de Cadaqués und Künstlerischer Leiter des »Stresa Festivals« in Italien. Im Juli 2018 ernannte ihn das Zürcher Opernhaus zum nächsten Generalmusikdirektor ab 2021/22.

Für Noseda ist es wichtig, die nächste Künstlergeneration aufzubauen. Dies zeigen sein konstantes Engagement in Meisterkursen, Tourneen mit Jugendorchestern wie dem European Union Youth Orchestra und seine kürzliche Ernennung zum Musikdirektor des neu geschaffenen »Tsinandali Festivals« und des Pan-Caucasian Youth Orchestra im georgischen Tsinandali.

Noseda dirigierte weltweit die wichtigsten Orchester und wurde von den renommiertesten Opernhäusern und Festivals eingeladen. Von 2007 bis 2018 war Noseda als Musikdirektor des Teatro Regio Torino tätig, wo er mit seinen Produktionen, Tourneen, Aufnahmen und Filmprojekten eine neue bahnbrechende, von internationalem Ruf gekrönte Ära prägte. Gianandrea Noseda hat seit 2002 eine enge Beziehung zur Metropolitan Opera. Die gefeierte Neuproduktion von »Les pêcheurs de perles« 2015 sowie seine vielgerühmte Interpretation von »Prinz Igor« der Saison 2013/14 sind auf DVD erhältlich.

Nosedas Diskografie umfasst bisher mehr als 60 CDs, viele seiner Aufnahmen wurden von den Kritikern gefeiert und ausgezeichnet. Nosedas Projekt »Musica Italiana«, das er vor mehr als zehn Jahren initiiert hat, dokumentiert das bislang unterbewertete italienische Repertoire des 20. Jahrhunderts und hat viele Meisterwerke ans Licht gebracht. Am Pult der Wiener Philharmoniker und des Teatro Regio Torino nahm er außerdem Opernalben mit berühmten Sängern wie Ildebrando d’Arcangelo, Rolando Villazón, Anna Netrebko und Diana Damrau auf.

Als gebürtiger Mailänder trägt Noseda den Titel »Commendatore al Merito della Repubblica Italiana« für seinen Beitrag zum künstlerischen Leben Italiens und ist »Accademico« der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Noseda wurde zweimal zum »Dirigent des Jahres« ernannt, 2015 von »Musical America« und 2016 im Rahmen der »International Opera Awards«. Im Dezember 2016 hatte er die Ehre, das Nobelpreiskonzert in Stockholm zu dirigieren.