Auftritte im Konzerthaus Dortmund

Ensemble Horenstein

Das 2008 aus Musikern des Konzerthausorchesters Berlin gegründete Horenstein Ensemble zeigt die große Vielfalt der Kammermusik und das Zusammenspiel der verschiedenen Instrumentengattungen wie Streicher, Bläser und Harfe in spannungsvollen Konzertprogrammen auf. Unterschiedliche, zum Teil außergewöhnliche Besetzungen auch mit Gastmusikern sind kennzeichnend für den Charakter des Ensembles. Das Repertoire ist nicht auf eine bestimmte Musikepoche begrenzt und umfasst Werke von Mozart und Spohr über Brahms, Ravel und Messiaen bis hin zu Widmann und Yun. Darüber hinaus widmet sich das Ensemble der in Deutschland selten zu hörenden englischen Kammermusik wie den Kompositionen von Vaughan Williams, Bax, Elgar, Somervell, Arnold, Butterworth und Britten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten entstanden zahlreiche Auftragskompositionen für die Besetzung des Ensembles. So wurde 2010 das Werk »Philaki« von Samir Odeh-Tamimi zum Mauerfallgedenken uraufgeführt und 2011 »Le Tombeau de Maurice Ravel« von Allain Gaussin, eine Hommage an den bedeutenden Vertreter des musikalischen Impressionismus. 2017 fand die Uraufführung von Christian Josts »Dichterliebe« in Berlin statt, 2018 folgte »Poéme secret« von Robert Groslot.

Die ungeteilte Verehrung für das Wirken des Dirigenten Jascha Horenstein, der eine starke künstlerische Bindung zu Berlin hatte, gab dem Ensemble seinen Namen. Nachdem das Ensemble 2011 sein Debütalbum »Tempelhof« bei dem Label Acousence records als CD und Vinyl-LP veröffentlichte, erschien dort  2015 die zweite Einspielung. »Lost Generation« ist der Titel des Albums, auf dem das Ensemble der Frage nachgeht, was jene Generation von Komponisten, die sehr jung im Ersten Weltkrieg gefallen ist, noch hätte erschaffen können. Exemplarisch hierfür stehen George Butterworth, Cecil Coles und Rudi Stephan, deren Kompositionen teilweise als Ersteinspielungen auf dieser CD abgebildet wurden. 2019 erschien bei der Deutschen Grammophon die Aufnahme der »Dichterliebe« von Christian Jost. Die Vision, grenzüberschreitend und innovativ nach neuen Wegen zu suchen, sowohl musikalisch als auch bei der Vermittlung von Kunst und Musik, ist für das Horenstein Ensemble Antrieb und Anspruch zugleich.