Quatuor Nevermind

Als »einer der natürlichsten Interpreten auf einer Bühne der klassischen Musik« beschreibt die »Washington Post« Jean Rondeau, der ein wahrhafter Botschafter seines Instruments ist. Sein herausragendes Talent und Verständnis des Repertoires für Cembalo sind vielfach umjubelt und machen ihn zu einem der führenden Cembalisten weltweit.

Jean Rondeau studierte Cembalo bei Blandine Verlet am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris, gefolgt von Studien in Generalbass, Orgel, Klavier, Jazz und Improvisation sowie Dirigieren. Seine musikalische Ausbildung schloss er an der Guildhall School of Music and Drama in London ab. 2012 war er mit gerade einmal 21 Jahren einer der jüngsten Gewinner des internationalen Cembalo-Wettbewerbs des »Musica Antiqua Festivals« in Brügge.

Die Liebe und Leidenschaft für Alte Musik und unterschiedliche Musikrichtungen veranlasste Anna Besson, Louis Creac’h, Robin Pharo und Jean Rondeau 2013 zur Gründung des Quatuor Nevermind. Gemeinsam präsentieren sie einem diversen und breit gefächerten Publikum Werke, die sie lieben, und setzen sich dabei über die Grenzen des traditionellen Quartett-Repertoires des 17. und 18. Jahrhunderts für Flöte, Geige, Viola da Gamba und Cembalo hinweg. 2014 gewann das Ensemble den Dritten Preis sowie den Sonderpreis des »Van Wassenaer Wettbewerbs« in Utrecht, was ihre Überzeugung nur verstärkte: Die Freundschaft, die diese vier Musiker verbindet, zeigt sich durch ihre Leidenschaft und echte Spielfreude, die von einem bemerkenswerten gegenseitigen Verständnis und hingebungsvoller Zusammenarbeit getragen wird.

Zu den Höhepunkten der Saison 2021/22 gehören Konzerte im Salle de la Musique in La Chaux-de-Fonds, im Centro Nacional de Difusión Musical in Madrid und im Konzerthaus Dortmund sowie eine Tournee durch die USA und Kanada. Im September 2021 erschien außerdem das mit Spannung erwartete dritte Album des Quatuor Nevermind, das für das Label Alpha/Outhere aufgenommen wurde und sich mit den Quartetten von Carl Philipp Emanuel Bach beschäftigt. Das vorherige Album »Quatuors Parisiens« war dem Werk von Georg-Philipp Telemann gewidmet und wurde 2017 nach einer Residenz in der Abbaye aux Dames de Saintes von Alpha/Outhere veröffentlicht. Das erste Album »Conversations« erschien 2016 mit dem Ziel, einen Einblick in französische Quartette aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu geben, wobei unbekannte Stücke von zwei Geigenvirtuosen im Mittelpunkt standen: Jean-Baptiste Quentin und Louis-Gabriel Guillemain.

2019 tauchte das Quartett erstmals in die Welt der zeitgenössischen Musik ein und brachte ein Werk für Violine, Flöte, Viola da Gamba und Cembalo mit dem Titel »La harpe de David« heraus, das Philippe Hersant speziell für das Quatuor Nevermind komponiert hat. Das Werk wurde beim Festival für Kirchen- und Barockmusik in Froville, beim »Festival de Saintes«, beim »Festival de La Chaise-Dieu« und beim »Sinfonia Festival« in Périgord aufgeführt.