Krešimir Stražanac

Der kroatische Bassbariton Krešimir Stražanac studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.Nach dem Studium wurde er zum festen Ensemblemitglied des Opernhaus Zürich, wo er unter anderem als Baron Tusenbach (Eötvös »Drei Schwestern«), Ping (»Turandot«) und Harlekin (»Ariadne auf Naxos«) unter der Leitung von Nello Santi, Peter Schneider, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink und Placido Domingo, zu sehen war.In der Vergangenheit sang er u.a. als Baron Tusenbach an der Oper Frankfurt, als Frank (»Die Fledermaus«) mit den Bamberger Symphonikern und als Kreon (Strawinskys »Oedipus Rex«) mit dem Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks.

In der Saison 2021/2022 wird er als Orpheus (Telemanns »Orpheus«) mit dem B'Rock Orchestra unter der Leitung von René Jacobs, als Ambrosio in Carl Maria von Webers »Die drei Pintos«mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Omer Meir Wellber und als St. Peter in Carl Orffs »Der Mond«unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann auftreten.

Als Konzertsolist trat Krešimir Stražanac mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem WDR-, mdr- und hr- Sinfonieorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tokyo und Singapore Symphony Orchestra und Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Manfred Honeck, Jukka-Pekka Saraste und Jonathan Nott in vielen bedeutenden Werken von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik auf. In der Saison 2022/2023 gibt er sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Kirill Petrenko.

Er trat bei den »Salzburger Festspielen«, im Musikverein Wien, dem Londoner Barbican Center, der Suntory Hall und Muza Kawasaki Symphony Hall in Tokyo, der Berliner Philharmonie, in der Victoria Theatre and Concert Hall, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Auditorio Nacional de Música und dem Gewandhaus zu Leipzig auf.

Sehr bedeutend für seinen musikalischen Werdegang ist die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Philippe Herreweghe; er singt mit ihm und seinen Ensembles regelmäßig als Bass-Solist in Bachs Passionen, der Messe h-moll, Brahms' »Vier ernsten Gesängen«, dem Requiem, Schumanns »Paradies und die Peri«, Dvoraks Requiem, den Messen von Schubert, Beethovens 9. Sinfonie und vielen anderen Werken.

In seinem Repertoire widmet er sich zudem gerne den großen Werken Johann Sebastian und dem Kunstlied. Er wirkte an zahlreichen CD- und DVD-Aufnahmen mit, darunter die Decca-Produktion von Bizets »Carmen«(Morales) sowie die Aufnahme der halbszenisch inszenierten »Johannes-Passion«(Bach) aus der Nürnberger St. Lorenz-Kirche in der Sammlung »Soli Deo Gloria«(BR-KLASSIK 900514). In Vorbereitung sind die CD-Produktionen von Schuberts »Winterreise«, eine Solo-CD mit dem Pianisten Jonathan Ware, Bachs Solo-Kantate »Ich habe genug«(Edition Staatskapelle Dresden/Günter Hänssler), eine CD mit Werken von Fritz Stüssi in Zusammenarbeit mit Chorwerk Ruhr (Coviello) sowie eine zweite Solo-CD.