Das Foyer der Zukunft entsteht

Mit dem Umbau des Eingangsbereichs macht sich das Konzerthaus fit für die kommenden Jahre – und setzt ein architektonisches Zeichen für Offenheit und Teilhabe.

  • Bauarbeiter mit Camouflage-Mütze und Schutz­handschuhen schneidet mit einer großen Stein- oder Fliesensäge ein Werkstück.
    © Oliver Hitzegrad
  • Ein gelbes Schild mit der Aufschrift »Hier bauen wir für Sie. Ihr Konzerthaus Dortmund« und dem Logo eines geflügelten Nashorns ist an einer Glastür angebracht; im Hintergrund sind unscharf Backsteinmauern zu sehen.
    © Oliver Hitzegrad
  • Zwei Handwerker knien auf dem Boden und verlegen großformatige Fliesen im Foyerbereich.
    © Oliver Hitzegrad
  • Ein Bauarbeiter schiebt in einem staubigen, von Schutt bedeckten Flur eine Schubkarre. Er trägt Gehörschutz, Arbeitshandschuhe und kurze Arbeitshosen; im Hintergrund sind geschlossene Türen mit dem Schild »kein durchgang« zu sehen, beleuchtet von einem Spot von oben.
    © Oliver Hitzegrad

Wenn das Konzerthaus Dortmund 2027 sein 25-jähriges Bestehen feiert, blicken wir nicht nur auf ein Vierteljahrhundert musikalischer Sternstunden zurück – wir schauen auch mutig nach vorn. Denn wir möchten unser Haus so gestalten, dass es noch offener, einladender und zugänglicher wird. Ein zentrales Element dieses Wandels ist der umfassende Umbau unseres Eingangsfoyers. Federführend ist dabei – wie schon beim Bau des Hauses – der Architekt Ralf Schulte-Ladbeck.

Mit neuem Lichtkonzept, klarerer Wegeführung und einladender Atmosphäre wollen wir es allen Menschen erleichtern, sich bei uns zu Hause zu fühlen. Unser Ziel ist ein Foyer, das die Offenheit unserer Musik auch architektonisch widerspiegelt – wie Intendant Raphael von Hoensbroech es formuliert: »Das Konzerthaus soll ein inspirierender Ort für alle sein – ein Ort, an dem sich Herz, Geist und Seele berühren lassen. Das neue Eingangsfoyer ist das Tor zu dieser Erfahrung.«

© Oliver Hitzegrad | Konzerthaus Dortmund
© Oliver Hitzegrad | Konzerthaus Dortmund

Eine zentrale Idee der Architekten war es damals, den äußerlich schwarzen Konzertsaal als Kohlestück (oder eher Auster) zu begreifen, in dessen hellem Inneren eine Perle – die Akustik – wartet. Doch vor dem dunklen Fliesenboden, der nach über 20 Jahren nun reparaturbedürftig war, wurde dieser Gedanke visuell nie ganz greifbar. Im ersten Schritt wurden daher in der Sommerpause die Bodenfliesen durch hellen Naturstein ersetzt. Außerdem begrüßt zukünftig der aus dem Saal bekannte Sternenhimmel die Menschen schon beim Betreten des Hauses.

Weitere Veränderungen folgen im kommenden Sommer: Das Ticketing zieht ins Foyer und vereint so Tages- und Abendkasse. Im bisherigen Ticketbüro entsteht eine dringend benötigte Workshop-Fläche – und damit neuer Raum für kreatives Miteinander im Rahmen unserer Community-Music-Angebote.

So schlägt das Konzerthaus zu seinem 25. Geburtstag ein neues Kapitel auf – und präsentiert sich so offen wie seine Musik.

Text: Katharina Dröge