Gautier Capuçon verbindet Saint-Saëns’ funkelnde Brillanz mit Faurés elegischer Innigkeit. Das Royal Scottish National Orchestra und Anna Rakitina rahmen das Programm mit Faurés Pavane und Brahms’ Vierter ein.
»Das Cello ist neben der menschlichen Stimme das vollkommenste Instrument.« Auch wenn dieses Zitat nicht von Gautier Capuçon stammt, würde er sicher zustimmen, zeichnet sich sein Spiel doch stets durch eine warme Sanglichkeit aus: unmittelbar, nah am Atem und farbenreich.
Das kann der Cellist bei seinem sage und schreibe 20. Auftritt im Konzerthaus Dortmund mit gleich zwei Werken unter Beweis stellen: Saint-Saëns’ Erstes Cellokonzert zündet ohne Vorspiel – ein Orchesterakkord, und schon steht das Solo »im Licht«, energisch, theatralisch, mit einem gesungenen Mittelsatz und einem finalen Funkenregen, der Virtuosität zum Ausdruck macht statt zur Zirkusnummer zu werden. Faurés Élégie antwortet darauf wie ein Bekenntnis im Flüsterton: eine schlichte, tief atmende Klage, die in der Mitte auflodert und schließlich in schweigender Sanftheit ausklingt – ein selten direkter Ausbruch von Pathos in Faurés sonst nobel-zurückhaltender Welt. In Capuçons Händen verschmelzen beide Werke zu einer doppelten Selbstvorstellung des Cellos: einmal als heldische Erzählerstimme im Orchesterraum, einmal als intime, menschlich nahe Stimme, die nachklingt, wenn der letzte Ton bereits verklungen ist.
Eingerahmt wird diese französische »Cellostunde« von Faurés Pavane, einem Stück, das den Saal mit samtigen Farben ausfüllt, und Brahms’ packender Vierter. Auf die Bühne gebracht wird dieses Programm, das einen weiten Bogen von französischer Eleganz zu norddeutscher Herbsttiefe spannt, vom Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung der jungen Dirigentin Anna Rakitina.
Wie üblich bei den Sonntagskonzerten im Konzerthaus wird auch an diesem Nachmittag die kostenlose Kinderbetreuung angeboten: Während Eltern erstklassige Orchesterkonzerte erleben, können Kinder im Orchesterprobenraum unter der Aufsicht von erfahrenen Erzieherinnen spielen, basteln und toben.
Text: Katharina Dröge
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- So 11.01.2026
- 16.00 Uhr
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!
Orchesterkonzert
Gautier Capuçon & Royal Scottish National Orchestra – Saint-Saëns Cellokonzert
Aziz Shokhakimov dirigiert Brahms’ 4. Sinfonie
- Mitwirkende
- Mitwirkende
- Royal Scottish National Orchestra
- Aziz Shokhakimov Dirigent
- Gautier Capuçon Violoncello
- Programm
- Programm
- Gabriel Fauré Pavane fis-moll op. 50
- Camille Saint-Saëns Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-moll op. 33
- Gabriel Fauré Élégie für Violoncello und Orchester c-moll op. 24
- Bryce Dessner »Towards the forest« für Violoncello solo (Zugabe)
- – Pause –
- Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-moll op. 98
- Christopher Gough »Eightsome Reels 2.0« (Zugabe)
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