Foto von Alain Altinoglu im Frack beim Dirigieren
Alain Altinoglu © PhotoWerk hr

Von Böhmen bis zum hohen Norden

Über Dvořáks wohl berühmteste Sinfonie, seine Neunte mit dem Beinamen »Aus der Neuen Welt«, sind ganze Regalmeter an Fachliteratur geschrieben worden. Unverzichtbar darin: ihre Entstehung während des Amerika-Aufenthalts des Komponisten 1893. Als Direktor des National Conservatory of Music of America tauchte Dvořák tief in die musikalischen Traditionen des Landes ein – vom Spiritual bis zum Native American Song – und verband diese Einflüsse mit seinem unverwechselbaren böhmischen Tonfall. Das Ergebnis ist ein Werk von ungeheurer Ausdruckskraft und Weite, das bis heute weltweit die Konzertsäle erfüllt. 

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Alena Baeva © Jean-Baptiste Millot

Im Konzert des hr-Sinfonieorchesters trifft dieses sinfonische Vermächtnis auf ein ebenso leidenschaftliches Werk des Nordens: Jean Sibelius’ Violinkonzert. Ausdrucksstark, virtuos und voller nordischer Melancholie gehört es zu den schönsten Werken für Violine und Orchester. Die Solopartie übernimmt die vielfach ausgezeichnete Geigerin Alena Baeva – bekannt für ihre Tiefe im Ausdruck und ihr feines Gespür für musikalische Poesie. 

Unter der Leitung von Alain Altinoglu, einem Dirigenten mit großem Sinn für klangliche Transparenz und emotionale Spannkraft, entsteht ein Abend, der Gegensätze in Bewegung bringt: Neue Welt und alte Heimat, Naturgewalt und filigrane Linien, Sehnsucht und Aufbruch. Ein Konzert, das das Herz berührt und den Horizont weitet. 

Text: Katharina Dröge

    • Do 18.09.2025
    • 19.00 Uhr
    Alain Altinoglu dirigierend mit Taktstock

    Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!

    Orchesterkonzert

    Dvořák »Aus der Neuen Welt«

    Alain Altinoglu & hr-Sinfonieorchester