Das Ende einer Ära

Familiäre Intimität zwischen Glück und Wehmut. Nach über 40 Jahren auf der Bühne verabschiedet sich das Hagen Quartett in einem einzigartigen Konzert mit Julia Hagen im Konzerthaus Dortmund.

Clemens Hagen ist für seine Tochter Julia nicht nur »einer der genialsten Cellisten aller Zeiten», sondern vor allem ihr »Papa«. Als Tochter der berühmten Hagen-Familie kennt sie das Gefühl gemeinsam mit ihrer Familie auf der Bühne zu stehen natürlich wie keine andere. Trotzdem wird das Konzert am 30. April 2026 im Konzerthaus Dortmund etwas ganz Besonderes werden. Es ist das Ende einer Ära: In der Besetzung mit ihrem Vater, dessen Geschwistern Lukas und Veronika sowie Rainer Schmidt gibt das Hagen Quartett eines seiner letzten Konzerte. Mehr als 40 Jahre spielte das Ensemble zusammen und ist aufgrund seiner stilistischen Vielfalt und Klangqualität ein Vorbild für junge Formationen. Nun verabschiedet es sich 2026 endgültig von der Bühne.  

Minimalistische Grafik mit dünnen geschwungenen Notenlinien und Stilnoten links; rechts stehen zwei senkrechte schwarze Balken als Schlussstriche am Ende eines Musikstücks.

Es ist auch eine der seltenen Gelegenheiten, Vater und Tochter im Konzert zu erleben, die beide die Liebe zum Cello verbindet. Julia Hagen begann ihre Karriere zuerst abseits der Familie und des Hagen Quartetts. Mit nur 14 Jahren gab sie mit dem Wiener Jeunesse Orchester ihr Debüt als Solistin im Brucknerhaus in Linz. Inzwischen ist sie gefeierte Cellistin der Reihe »Junge Wilde« am Konzerthaus Dortmund.

Zum Abschied präsentiert die Familie in gewohnter Hagen-Manier ein stilistisch abwechslungsreiches Programm, das von intimen Celloduos zwischen Vater und Tochter bis zu Schuberts ergreifendem Streichquintett reicht. In seiner Klangschönheit mit Extremen in Klang und Dynamik vereint Schuberts Werk Glück und Trauer und setzt einmal mehr die Exzellenz des Hagen Quartetts in Szene. Ein unvergessliches Konzert und gleichzeitig Vermächtnis für alle Begeisterten der Kammermusik.

Text: Marie Walkowiak

    • Do 30.04.2026
    • 19.00 Uhr
    Cellistin Julia Hagen lacht freundlich, die Schnecke ihres Instruments ragt neben ihrem Gesicht ins Bild

    Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!

    Kammermusik

    Junge Wilde – Julia Hagen & Hagen Quartett

    Die Cellistin und das Familienquartett mit Schuberts Streichquintett