Katia und Marielle Labèque stehen zwischen zwei Flügeln in einem hellen Raum und tragen schwarze Outfits aus Leder.
Katia & Marielle Labèque © Stefania Paparelli

Symbiotisch verbunden

Katia und Marielle Labèque präsentieren Klavierwerke aus drei Epochen und verbinden impressionistische Klangpoesie, romantische Tiefe und minimalistische Strukturen. 

Seit mehr als einem halben Jahrhundert gehören die Schwestern Katja und Marielle Labèque zur absoluten Weltspitze des Klavierduospiels und haben sich mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus technischer Perfektion, intuitiv-kongenialem Zusammenspiel und Charisma eine große Fangemeinde erspielt. Ihre enge, fast symbiotische Verbundenheit ist auf der Bühne deutlich spürbar. Dazu kommt eine beinahe unerschöpfliche Neugier – die Lust, die Grenzen der klassischen Musik auszutesten und sich mit großer Leidenschaft auf neue Projekte einzulassen. Diese Offenheit machte sie nicht nur zu anerkannten Pionierinnen der zeitgenössischen Klaviermusik, das gemeinsame Sich-Einlassen habe auch ihre Verbindung zueinander deutlich gestärkt, so Katja Labèque. Die Haltung brachte das Duo auch zur Minimal Music, insbesondere zu Philip Glass, mit dem sie eine langjährige künstlerische Beziehung verbindet.  

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  • Filmlänge
  • 15:30 Minuten

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Katia & Marielle Labèque © Umberto Nicoletti

Die Labèque-Schwestern sind nicht nur ausgewiesene Expertinnen für dessen Œuvre, sie haben es auch stark mitgeprägt. So widmete Glass ihnen 2015 sein Doppelkonzert für zwei Klaviere und arbeitete immer wieder mit dem Duo zusammen. »Sie sind großartige Künstlerinnen und großartige Dolmetscherinnen. Und sie sind wunderbare Unterstützerinnen der Musik – nicht nur moderner Musik, sondern Musik überhaupt. Es war großartig, mit ihnen zu arbeiten«, schwärmte der inzwischen 88-Jährige.  

Im Konzerthaus präsentieren Katja und Marielle Labèque ein Programm, das Werke aus drei Epochen miteinander verbindet. Den Auftakt machen die »Six épigraphes antiques« von Debussy – impressionistische Miniaturen, die inspiriert sind durch antike Mythen und Gedichte. Weiter geht es mit Schuberts Fantasie in f-moll – einem Meilenstein der vierhändigen Klavierliteratur. Abschließend präsentieren sie Auszüge aus Glass’ »Les enfants terribles«, seiner Oper, die er speziell für die Pianistinnen adaptieren ließ.  

Text: Verena Wengorz

    • Mi 21.01.2026
    • 19.30 Uhr
    Katia und Marielle Labèque in schwarzen Lederkleidern zwischen zwei Flügeln, eine der Schwestern lehnt auf dem geöffneten Flügeldeckel

    Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!

    Klavierabend

    Klavierabend Katia & Marielle Labèque

    Klavierduos von Debussy, Schubert und Glass