Ein Dirigent leitet ein großes Orchester auf einer hell erleuchteten Bühne, umgeben von Streichern und Bläsern in konzentrierter Aufführung.
LSO & Sir Antonio Pappano © Holger Jacoby

Zwischen Zweifel und Trost

»Die ›Pathétique‹ gehört zu den Werken, in denen sich Musik und menschliche Erfahrung unmittelbar berühren«, sagt Sir Antonio Pappano. Dieser Gedanke durchzieht einen Konzertabend, der musikalische Antworten auf Leid, Zweifel und Hoffnung versammelt. 

Benjamin Brittens Sinfonia da Requiem entstand 1940 vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Ihre Klangsprache ist Ausdruck von Trauer und innerem Widerstand, öffnet sich aber wiederholt zu Momenten stiller, tröstlicher Zartheit. Leonard Bernsteins Zweite Sinfonie »The Age of Anxiety« spiegelt die Verunsicherung der Nachkriegszeit. Das Werk bewegt sich zwischen Sinfonie und Klavierkonzert, geprägt von Energie, scharfen Kontrasten und Anklängen an Jazz und Broadway. Den Solopart übernimmt Denis Kozhukhin. Zum Abschluss erklingt Peter Iljitsch Tschaikowskys Pathétique, die trotz ihres resignativen Finales zu den berührendsten Werken der Musikgeschichte zählt.

Text: Katharina Dröge

    • Fr 01.05.2026
    • 18.00 Uhr
    Dirigent Sir Antonio Pappano bei einem Konzert über das Orchester hinweg fotografiert, im Hintergrund Publikum

    Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!

    Orchesterkonzert

    London Symphony Orchestra – Tschaikowsky Pathétique

    Sir Antonio Pappano dirigiert Werke von Britten, Bernstein und Tschaikowsky