Trompeterin Lucienne Renaudin Vary steht in roter Bluse und schwarzem Blazer mit Trompete vor einer dunkelblauen Wand.
Lucienne Renaudin Vary © Simon Fowler

Grenzgängerin mit Trompete

Kaum eine junge Trompeterin sorgt derzeit für so viel Aufmerksamkeit wie Lucienne Renaudin Vary. 1999 in Frankreich geboren, studierte sie zunächst klassische Trompete in Le Mans und wurde später am renommierten Conservatoire National Supérieur de Paris in die Klassik- sowie Jazz-Klasse aufgenommen – als erste und jüngste Studentin – und profilierte sich von Anfang an in beiden Genres. Mit ihrem unverwechselbaren Charisma und strahlenden Trompetenton begeistert sie auch im zweiten Jahr in der Reihe »Junge Wilde« am Konzerthaus Dortmund. Gemeinsam mit ihrem Bruder Philémon am Kontrabass und dem Quatuor Hanson entwirft sie ein Programm, das Brücken von barocker Eleganz über romantische Klangwelten bis zu modernen Akzenten schlägt. Johann Baptist Georg Nerudas Trompetenkonzert in Es-Dur gibt der jungen Französin Gelegenheit, ihre technische Brillanz zu zeigen. Dvořáks Lieder öffnen eine intime, poetische Welt, die durch die ungewöhnliche Instrumentierung eine besondere Note erhält. Mit Karol Beffas »Intrada« schlägt das Ensemble die Brücke zur Gegenwart, rhythmisch pulsierend und von expressiver Dichte. Ravels berühmtes Streichquartett rundet die zweite Konzerthälfte mit seiner schimmernden Klangwelt ab. So entsteht ein Programm, das Lucienne Renaudin Varys Vielseitigkeit ebenso feiert wie ihre Lust am musikalischen Abenteuer. Es lädt dazu ein, die Trompete als Instrument voller Überraschungen neu zu entdecken. 

Text: Teresa Saxe

    • Do 30.10.2025
    • 19.00 Uhr
    Lucienne Renaudin Vary sitzt mit Trompete an einem runden Tisch und lacht in die Kamera

    Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!

    Kammermusik

    Junge Wilde – Lucienne Renaudin Vary

    Die Trompeterin mit Streichquartett und Kontrabass