Person in dunkler Kleidung dirigiert mit erhobenem Taktstock vor dunklem Hintergrund; Hände in Bewegung, Fokus auf Gestik der dirigierenden Person.
Simon Rattle © Astrid Ackermann

Bachs Meisterwerk zum 300.

1727 erstmals erklungen, wird Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion 2027 300 Jahre alt – und wirkt doch erstaunlich aktuell: als musikalische Erzählung von Schuld, Trost und Zerbrechlichkeit. Im März 2027 stellen Sir Simon Rattle, das Freiburger Barockorchester und die Zürcher Singakademie dieses Monument nicht auf ein Podest, sondern mitten in den Raum. Rattle denkt die Passion vom Text her: Rezitative atmen, Choräle treten wie gemeinsames Erinnern hervor, die Turba-Chöre schneiden mit scharfer Kontur durch die Szene. Das Freiburger Barockorchester schärft die Farben, die Zürcher Singakademie verbindet Präzision mit Wärme; in der Doppelchörigkeit entsteht ein Sog, der Dialog und Widerrede zugleich ist. Ein hochkarätiges Solistenensemble mit Miriam Feuersinger, Reinoud van Mechelen u. a. verleiht der Aufführung große Unmittelbarkeit. So zeigt sie, was Jubiläen eigentlich feiern: nicht das Alter eines Meisterwerks, sondern seine ungebrochene Gegenwart.

Auch die weiteren Konzerte der Reihe Chorklang spannen einen Bogen durch zeitlose Werke – von Mozarts Großer Messe in c-moll über Händels glanzvolles Oratorium »Der Messias« bis hin zu Bachs berührender h-moll-Messe.

Text: Katharina Dröge

    • Mi 10.03.2027
    • 19.00 Uhr
    Eine Person mit lockigem, hellem Haar dirigiert im Freien und führt mit erhobenen Händen und Taktstock ein musikalisches Ensemble an.

    Chorkonzert

    Sir Simon Rattle – Bach Matthäus-Passion

    Zum 300. Geburtstag von Bachs Meisterwerk