Noch nicht auserzählt

1996 von Absolventen des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gegründet, hat sich das Quatuor Diotima zu einem der weltweit gefragtesten Ensembles entwickelt.

quatuor_diotima_2023_%40michel_nguyen_photographe-5
Quatuor Diotima © Michel Nguyen

Der Name spiegelt die musikalische Doppelidentität des Quartetts wider: Das Wort Diotima ist aus der deutschen Romantik entliehen – Friedrich Hölderlin gab in seinem Roman »Hyperion« diesen Namen der Liebe seines Lebens – und ist zugleich ein Bezug zur Musik aus unserer Zeit, man denke nur an Luigi Nonos »Fragmente – Stille, an Diotima«. So ist das Quartett seit fast 30 Jahren sowohl geschätzter Partner zeitgenössischer Komponisten, der auch regelmäßig Aufträge für neue Werke vergibt, als auch gefragter Interpret von Repertoireklassikern. Dieses intensive Engagement macht es zu einem überaus gefragten Botschafter der Gattung. »Die Geschichte des Streichquartetts ist noch nicht auserzählt«, sagt Bratscher Franck Chevalier. »Diese Werkform hat uns immer noch etwas zu sagen. Sie ist auch offen genug für Einflüsse kommender Generationen. Auf der anderen Seite gibt es keine Garantie, dass Menschen in zwanzig oder dreißig Jahren noch dieses Repertoire anhören werden. Deshalb muss man sehr sorgfältig damit umgehen und versuchen, diese außergewöhnliche musikalische Welt an die nächste Generation weiterzugeben.« Im Konzerthaus Dortmund macht das Quatuor Diotima das mit Werken aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, denen es Brahms 2. Streichquartett gegenüberstellt.

    • Mi 02.04.2025
    • 19.30 Uhr
    Quatuor Diotima in T-Shirts

    Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit!

    Kammermusik

    Quatuor Diotima

    Werke von Schönberg, Janáček und Brahms