Samstag
28
Mai
2011

»Junger Wilder« Bratscher: Antoine Tamestit

Wie gut, dass Antoine Tamestit einst die Geige zu Gunsten der »großen Schwester« beiseitelegte – so hat die Bratsche einen herausragenden Interpreten gewonnen, der das oft stiefmütterlich behandelte Instrument ins Rampenlicht holt. Mit seinen musikalischen Freunden, dem Pianisten Julius Drake und der Sopranistin Christianne Stotijn, hat er für seinen zweiten jungen, wilden Abend wieder ein spannendes Programm zusammengestellt, das beweist, wie vielseitig auch das Repertoire der Bratsche ist: Werke von Brahms, Dowland, Britten und Debussy sowie die selten zu hörenden »Poèmes« für Gesang, Viola und Klavier von Charles Martin Loeffler.  

 

Antoine Tamestit wurde 1979 geboren und studierte bei Jean Sulem am Konservatorium in Paris, bei Jesse Levine und dem Tokyo String Quartet an der Yale University (USA) und bei Tabea Zimmermann in Berlin. Er wurde mit den wichtigsten internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt im September 2008 mit dem »Förderpreis Deutschlandfunk« beim »Musikfest Bremen«. Tamestits Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischen Werken. Sein besonderes Interesse für die Musik unserer Zeit hat zu Begegnungen mit vielen Komponisten geführt sowie zu diversen Uraufführungen und Ersteinspielungen zeitgenössischer Werke. Gegenwärtig komponiert Jörg Widmann für Antoine Tamestit ein Violakonzert, das 2013 uraufgeführt werden soll. Als begeisterter Kammermusiker ist er regelmäßiger Gast von bedeutenden Festivals wie in Bad Kissingen, Lockenhaus, Ludwigsburg, Kronberg, Schwetzingen und vielen anderen mehr. Im April 2004 wurde Antoine Tamestit »New Generation Artist« bei der BBC. Er trat u. a. im Concertgebouw Amsterdam, in der Cité de la Musique in Paris, im Festspielhaus Baden-Baden, im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Kölner Philharmonie, in der Carnegie Hall New York und im Musikverein Wien auf. Im November 2006 gab Antoine Tamestit das erste Viola-Recital überhaupt im New Yorker Lincoln Center. Kommende Konzerte umfassen eine Residenz beim Konzerthausorchester Berlin, eine Uraufführung von Bruno Mantovani mit dem WDR Sinfonieorchester Köln und Tabea Zimmermann, Auftritte mit den Dresdner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti, dem Orchestre de Paris unter Paavo Järvi und Auftritte bei Festivals u. a. in Heidelberg und Bremen. Seit Oktober 2007 ist Tamestit Professor an der Kölner Musikhochschule. Seit der Saison 2009/10 spielt er in der Reihe »Junge Wilde« am KONZERTHAUS DORTMUND.  

 

   

DI 31.05.2011 · 19.00 UHR  

»Junge Wilde« – Antoine Tamestit  

Christianne Stotin, Mezzosopran

Antoine Tamestit, Viola

Julius Drake, Klavier

Werke von Johannes Brahms, John Dowland, Benjamin Britten, Claude Debussy und Charles Martin Loeffler

 

Einheitspreis in Euro 16,50  
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