• Geigerin Isabelle Faust spielt im Konzerthaus Dortmund auf der Treppe im Parkett, an der Wand sind markante Schatten sichtbar
    Isabelle Faust © Konzerthaus Dortmund
  • Geigerin Isabelle Faust lehnt mit ihrem Instrument an einer Wand
    Isabelle Faust © Marco Borggreve
  • Ein Publikum sitzt in einem Saal und applaudiert. Ein Notenständer steht auf der Bühne.

Ein Morgen voller Konzentration, Tiefe und musikalischer Klarheit: Isabelle Faust widmet sich in einem einzigen Konzert Johann Sebastian Bachs kompletten Sonaten und Partiten für Violine solo – einem Werkkomplex, der zu den größten Herausforderungen für Geigerinnen und Geiger zählt. Doch es ist weit mehr als eine technische Meisterleistung: In diesem dreistündigen Hörerlebnis entfaltet sich Bachs Musik als ein kontinuierlicher Fluss, der trotz virtuoser Bewegung eine innere Ordnung und Ruhe schafft. Selbst in den schnellsten Passagen bleibt die Struktur klar, geordnet und meditativ – eine Einladung, sich ganz auf den Rhythmus der Musik und des eigenen Zuhörens einzulassen.

Die Sonaten und Partiten für Violine solo sind ein faszinierendes Paradoxon: Obwohl sie für ein einzelnes Instrument geschrieben wurden, besitzen sie eine außergewöhnliche polyfone Struktur, die den Eindruck mehrerer Stimmen erweckt. In Isabelle Fausts Interpretation wird die Geige zum resonierenden Klangraum, der sich selbst begleitet, Dialoge entstehen lässt und Bachs kontrapunktische Meisterschaft lebendig werden lässt.

In der zyklischen Aufführung dieser sechs Werke wird ihre innere Verbindung spürbar – von der tänzerischen Leichtigkeit der Partiten bis zur strukturellen Klarheit der Sonaten. Das Publikum folgt einer musikalischen Entwicklung, die sich über den Abend hinweg entfaltet und immer tiefer in den kosmischen Bauplan Bach’scher Musik vordringt.

Dieses Konzert ist Teil des SLOW Festivals, doch es beweist: Langsamkeit ist nicht nur eine Frage des Tempos. Auch in schnellen, virtuosen Momenten kann Musik einen Raum der inneren Stille schaffen. Isabelle Faust führt das Publikum auf eine Reise, die nicht nur Bachs Meisterschaft offenbart, sondern auch eine neue Art des Hörens ermöglicht – bewusst, kontemplativ und zutiefst berührend.

  • Mitwirkende
    • Mitwirkende
    • Isabelle Faust Violine
  • Programm
    • Programm
    • Johann Sebastian Bach Sonate für Violine solo Nr. 1 g-moll BWV 1001
    • Johann Sebastian Bach Partita für Violine solo Nr. 1 h-moll BWV 1002
    • Johann Sebastian Bach Sonate für Violine solo Nr. 2 a-moll BWV 1003
    • – Pause –
    • Johann Sebastian Bach Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur BWV 1006
    • Johann Sebastian Bach Sonate für Violine solo Nr. 3 C-Dur BWV 1005
    • Johann Sebastian Bach Partita für Violine solo Nr. 2 d-moll BWV 1004
  • Weitere Infos
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    • Pause ca. 12.20 Uhr
    • Voraussichtliches Veranstaltungsende 14.10 Uhr

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Veranstalter: Konzerthaus Dortmund

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SLOW Festival

​Das Konzerthaus lädt zu einem Festival der Verlangsamung, der inneren Besinnung und der Achtsamkeit ein: 36 Stunden nonstop bietet das SLOW Festival ein facettenreiches Programm – sinnlich wie intellektuell, visuell wie auditiv. Mit dem Start am 1. November – einem stillen Feiertag, der Gedenken und Vergänglichkeit in den Fokus rückt – steht auch das Festival im Zeichen des Innehaltens, wenn es einen Raum für persönliche und kollektive Besinnung öffnet. Neben hochkarätigen Konzerten öffnen sich die Foyers an diesem Wochenende als Orte der Achtsamkeit und Innenschau. Ob bei Slow Food, Teezeremonien, einem Sandmandala buddhistischer Mönche oder Betrachtungsräumen sind Sie eingeladen, die zwei Tage durchgehend im Konzerthaus bzw. die SLOW Night in der Petri-Kirche zu verbringen.  

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Das SLOW Festival ist mehr als ein Konzertprogramm – es lädt dazu ein, den Augenblick bewusst wahrzunehmen. Im offenen Rahmenprogramm können Sie verweilen, beobachten und mit allen Sinnen erleben.

Gastronomie

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Service

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    Konzerthaus Dortmund
    Brückstr. 21
    44135 Dortmund

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    Das Konzerthaus Dortmund ist als barrierefreier Raum zertifiziert: Es verfügt über ebenerdige Zugänge; Foyer, Parkett sowie 1. und 2. Balkon sind über Aufzüge zu erreichen. Behindertengerechte Toiletten sind vorhanden. Für Nutzer von Hörhilfen steht eine Induktionsschleife zur Verfügung.
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