Montag
07
Mär
2022
18.30
Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Vortrag

Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Der »Romantikerstreit« – Robert Schumann, Hector Berlioz und Franz Liszt

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ABONNEMENT SAISON 2021|22

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  • Kopfnoten

MITWIRKENDE:

Michael Stegemann Vortrag


Die Welt der klassischen Musik kann ein Schlachtfeld sein. Es waren oft regelrechte Kriege, die Komponisten und ihre Anhänger gegeneinander führten, auch wenn sie nicht mit Waffen, sondern mit Tönen und Worten im Konzertsaal oder in der Oper ausgefochten wurden, vom Publikum und von der Presse kommentiert und angeheizt. Von heute aus gesehen scheint vieles davon müßig zu sein: der Streit um die prima und seconda prattica des Madrigals, die Opern-Kämpfe im Paris des 18. Jahrhunderts oder die Kampagnen, die Robert Schumann und der Musikkritiker Eduard Hanslick gegen Hector Berlioz und Franz Liszt führten. Andererseits haben diese Konflikte den Gang der Musikgeschichte geprägt und verändert – und ja: manchmal auch bereichert –, und in vielen von ihnen spiegeln sich zeitgeschichtliche und politische Ereignisse wider, die weit über bloß ästhetische Konflikte hinausreichen.

Im Englischen heißt er »The War of the Romantics« – und es war wirklich ein kriegerischer Feldzug, den Robert Schumann und der Wiener Kritikerpapst Eduard Hanslick gegen die Programmmusik und die »Neudeutsche Schule« führten, die Franz Liszt in Weimar etabliert hatte. Er zog sich nicht nur in Deutschland wie ein Riss durch das 19. Jahrhundert und machte Musiker zu erbitterten Feinden, die sonst vielleicht ganz gut miteinander ausgekommen wären – etwa Johannes Brahms und Anton Bruckner. .


VERANSTALTER:

KONZERTHAUS DORTMUND

In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW