Montag
09
Mai
2022
18.30
Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Vortrag

Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

»Wagnériens« und Impressionisten – das Fin de siècle in Frankreich

EINZELPREISE IN €

8,00

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ABONNEMENT SAISON 2021|22

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  • Kopfnoten

MITWIRKENDE:

Michael Stegemann Vortrag


Die Welt der klassischen Musik kann ein Schlachtfeld sein. Es waren oft regelrechte Kriege, die Komponisten und ihre Anhänger gegeneinander führten, auch wenn sie nicht mit Waffen, sondern mit Tönen und Worten im Konzertsaal oder in der Oper ausgefochten wurden, vom Publikum und von der Presse kommentiert und angeheizt. Von heute aus gesehen scheint vieles davon müßig zu sein: der Streit um die prima und seconda prattica des Madrigals, die Opern-Kämpfe im Paris des 18. Jahrhunderts oder die Kampagnen, die Robert Schumann und der Musikkritiker Eduard Hanslick gegen Hector Berlioz und Franz Liszt führten. Andererseits haben diese Konflikte den Gang der Musikgeschichte geprägt und verändert – und ja: manchmal auch bereichert –, und in vielen von ihnen spiegeln sich zeitgeschichtliche und politische Ereignisse wider, die weit über bloß ästhetische Konflikte hinausreichen.

»Wagner war ein Sonnenuntergang, den wir irrtümlich für die Morgenröte gehalten hatten«, spottete Claude Debussy. Doch der Wagnérisme, der in Frankreich womöglich noch stärker ausgeprägt war als in Deutschland, hatte tiefe Spuren hinterlassen: Seit der Pariser Tannhäuser-Premiere (1861) hatte der Kampf gegen den Bayreuther Drachen die französische Musik in zwei unversöhnlich feindliche Lager gespalten, deren Konflikt bis zum Ersten Weltkrieg andauerte.


VERANSTALTER:

KONZERTHAUS DORTMUND

In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW