• Foto: Simin Kianmehr / WDR
Jeder Mensch erinnert sich an den einen Lehrer oder die Professorin, der oder die ihn entscheidend geprägt hat. Auch Komponistinnen und Komponisten – Genie hin oder her – müssen erst einmal ihr Handwerk erlernen, um dann ihren eigenen Weg, ihre eigene Sprache zu suchen und zu finden. Wie viel sie ihren Lehrern verdanken und wie weit sie ihren Vorbildern folgen, ist durchaus unterschiedlich: Die einen werfen schnell alles über Bord, was sie gelernt haben, die anderen bleiben ihr Leben lang im Schatten ihrer Meister. Und umgekehrt stellt sich für die Lehrerinnen und Lehrer die Frage, ob sie sich als Kopf einer Schule verstehen, die sich in jedem fortsetzt, der bei ihr oder ihm studiert hat – oder ob es ihnen gelingt, in ihren Schülerinnen und Schülern das Eigene zu entdecken und zu fördern. Fördern und fordern auf der einen Seite, aufbegehren und gehorchen auf der anderen – so oder so ist es ein spannendes und folgenschweres Verhältnis.

Der Name des Berliners Siegfried Dehn (1799-1858) ist wohl nur wenigen geläufig. Aber vor allem für Komponisten aus Russland – in Zeiten, als es dort noch keine Konservatorien gab – war er ein wichtiger Kontrapunkt und Kompositionslehrer. »Mit scharfem Blick erkannte er die Anlagen seines Schülers, verzichtete in seinem Unterricht auf jegliche Pedanterie und übertrieben trockene Belehrung und ließ ihn als Übung drei- und vierstimmige Fugen schreiben, wobei er seinen Geschmack entwickelte und seine musiktheoretischen Kenntnisse ordnete« - so Michail Glinka. Auch die Brüder Anton und Nikolai Rubinstein gingen bei ihm in die Lehre.

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    • Michael Stegemann Vortrag
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Veranstalter: Konzerthaus Dortmund

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