Montag
20
Jun
2022
18.30
Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Vortrag

Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Schönberg, Hauer, Stockhausen und Zimmermann – Deutungshoheiten der Moderne

EINZELPREISE IN €

8,00

inkl. Gebühren.

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ABONNEMENT SAISON 2021|22

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  • Kopfnoten

MITWIRKENDE:

Michael Stegemann Vortrag


Die Welt der klassischen Musik kann ein Schlachtfeld sein. Es waren oft regelrechte Kriege, die Komponisten und ihre Anhänger gegeneinander führten, auch wenn sie nicht mit Waffen, sondern mit Tönen und Worten im Konzertsaal oder in der Oper ausgefochten wurden, vom Publikum und von der Presse kommentiert und angeheizt. Von heute aus gesehen scheint vieles davon müßig zu sein: der Streit um die prima und seconda prattica des Madrigals, die Opern-Kämpfe im Paris des 18. Jahrhunderts oder die Kampagnen, die Robert Schumann und der Musikkritiker Eduard Hanslick gegen Hector Berlioz und Franz Liszt führten. Andererseits haben diese Konflikte den Gang der Musikgeschichte geprägt und verändert – und ja: manchmal auch bereichert –, und in vielen von ihnen spiegeln sich zeitgeschichtliche und politische Ereignisse wider, die weit über bloß ästhetische Konflikte hinausreichen.

Arnold Schönbergs Zwölftonmusik oder das »Tropensystem« von Josef Matthias Hauer – wer hat’s erfunden? Die beiden Wiener Komponisten waren einander in den 1920er Jahren ebenso feind wie 30 Jahre später in Köln Karlheinz Stockhausen und Bernd Alois Zimmermann. Es ging um die Deutungshoheit der Moderne – um geradezu dogmatisch erhobene Ansprüche, an der Spitze der Avantgarde zu stehen. Dem Publikum war es oft egal – Neue Musik war ohnehin nur etwas für Spezialisten…


Ort: Orchesterzentrum|NRW, Brückstraße 47


VERANSTALTER:

KONZERTHAUS DORTMUND

In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW