Montag
24
Jan
2022
18.30
Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Vortrag

Kopfnoten – Eine kleine Geschichte musikalischer Feindschaften

Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Salieri – eine Feindschaft, die es nie gab

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ABONNEMENT SAISON 2021|22

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  • Kopfnoten

MITWIRKENDE:

Michael Stegemann Vortrag


Die Welt der klassischen Musik kann ein Schlachtfeld sein. Es waren oft regelrechte Kriege, die Komponisten und ihre Anhänger gegeneinander führten, auch wenn sie nicht mit Waffen, sondern mit Tönen und Worten im Konzertsaal oder in der Oper ausgefochten wurden, vom Publikum und von der Presse kommentiert und angeheizt. Von heute aus gesehen scheint vieles davon müßig zu sein: der Streit um die prima und seconda prattica des Madrigals, die Opern-Kämpfe im Paris des 18. Jahrhunderts oder die Kampagnen, die Robert Schumann und der Musikkritiker Eduard Hanslick gegen Hector Berlioz und Franz Liszt führten. Andererseits haben diese Konflikte den Gang der Musikgeschichte geprägt und verändert – und ja: manchmal auch bereichert –, und in vielen von ihnen spiegeln sich zeitgeschichtliche und politische Ereignisse wider, die weit über bloß ästhetische Konflikte hinausreichen.

Nein, Salieri hat Mozart nicht ermordet. Die Legende um Mozart und Salieri geht auf ein – später von Nikolai Rimsky-Korssakow vertontes – Theaterstück von Alexander Puschkin (1830) zurück und wurde durch Peter Shaffers Schauspiel »Amadeus« (1979) und seine Verfilmung durch Milos Forman (1984) zum Welterfolg. Die beiden waren sicher Konkurrenten, doch durchaus mit Wertschätzung füreinander. Und Constanze Mozart hätte kaum den »Mörder« ihres Mannes zum Musiklehrer ihrer Söhne gemacht.


VERANSTALTER:

KONZERTHAUS DORTMUND

In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW