Béla Bartók Duos für zwei Violinen Sz 98 und Rumänische Volkstänze Sz 56
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Werkabschnitt Bartók
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Reisen nach Rumänien und Ungarn
241029_Bartók Duos und Rumänische Volkstänze
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musicalworktext
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Claude-Debussy-in-Pourville_1440x620
Claude Debussy in Pourville
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TDPH
Werke von Claude Debussy, Gabriel Fauré und Igor Strawinsky
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Werkabschnitt Französisches / Spanisches
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Meilensteine und Referenzpunkte
241029_Debussy & Fauré
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musicalworktext
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Manuel-de-Falla-2_1440x620
Manuel de Falla mit Ensemble
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TDPH
Werke von Manuel de Falla und Astor Piazzolla
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Werkabschnitt de Falla & Piazzolla
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Europas Spanien-Hype
241029_de Falla Suite populaire espagnole
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musicalworktext
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Astor_Piazzolla_1440x620
Astor Piazzolla
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TB
Kontext: Selbstermächtigung durch Volkslieder
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241029_Astor Piazzolla Tangos
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musicalworktext
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Ihr Programm des Abends
Unser digitales Programmheft darf gern auf dem Smartphone genutzt werden – bitte dezent und rücksichtsvoll. Für eine angenehme Atmosphäre wird es im Konzert automatisch im Dark Mode angezeigt, und Video- sowie Audiomedien sind währenddessen deaktiviert.
Blockflöte, Geige und Gitarre: vom Barock bis zu irischer Folkmusik
Traditionelle Melodien, Texte und Lieder haben eine besondere Kraft. Über Generationen und Jahrhunderte hinweg verbinden sie Menschen miteinander, verbinden sie mit ihrer Geschichte, ihren Werten, ihrer Art zu leben. Dabei können Traditionals von der Suche nach und dem Verlust von Liebe erzählen, von Angst und der Sehnsucht nach einer besseren Zukunft – genauso aber auch von kollektiven Traumata, von Befreiungskämpfen und der gemeinsamen Kraft in einer feindlich gesinnten Welt zu überleben.
Irische Volksmusik und weitere Traditionals
Traditionell ›She moved through the fair‹, ›Dear Irish boy‹, ›The kid in the mountain‹, ›Pasona kolo‹ und ›El diablo suelto‹
Dauer ca. 15 Minuten
Ein Klang, der nachhallt
Lucie Horsch führt mit ihrem heutigen Programm zurück zu den Ursprüngen einzelner Stränge dieses komplexen Wurzelgeflechts: Irische Traditionals wie ›She moved through the fair‹, ›Dear Irish boy‹ und ›The kid in the mountain‹ stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, während ihr genauer Ursprung allerdings oft schwer zu bestimmen ist. Wie auch etwa beim traditionellen serbischen Tanz ›Pašona Kolo‹ und dem 1888 publizierten venezolanischen ›El diablo suelto‹ sind die Texte und Melodien von Generation zu Generation mündlich überliefert worden und haben sich im Zuge dieser Weitergabe auch immer weiter verändert. So existieren etwa von dem Lied ›The kid on the mountain‹ mehrere Variationen, und je nach Region singen und spielen die Menschen es anders. Wegen seiner lebendigen Melodie und dem eingängigen, schnellen 3/8-Rhythmus wird es in Irland gern bei Hochzeiten und anderen Volksfesten gespielt. Überhaupt haben irische Folk Songs einen besonderen, unverwechselbaren Klang, der auch bei Zuhörerinnen und Zuhörern, die das erste Mal mit ihm konfrontiert werden, noch lange nachhallt – thematisch geht es dabei oft um die Liebe.
Das Lied ›She moved through the fairs erzählt in seiner ursprünglichen Version zum Beispiel von der Erwartung des Lyrischen Ichs auf die baldige Hochzeit mit seiner Geliebten. Und auch eine der vielleicht beliebtesten Melodien, ›Dear Irish boy‹, ist eine Geschichte von Sehnsucht: Eine junge Frau sehnt sich nach ihrem Geliebten, der in den Krieg gezogen ist und daraufhin nie wieder gesehen wurde.
Barockes für Blockflöte
Jacob van Eyck (1590 – 1657) ›Boffons‹
Thomas Tollett (1630 – 1696) ›Divisions on a ground‹
Antonio Vivaldi (1678 – 1741) Sonate für zwei Violinen und Basso continuo d-moll RV 63 »La Folia«
Dauer insg. ca. 15 Minuten
Wesentlich älter als die ausgewählten Volkslieder sind Thomas Tolletts tänzerisches Flötenstück »Divisions on a ground« (Mitte 17. Jahrhundert), Antonio Vivaldis Sonate in d-Moll für zwei Violinen und Basso continuo d-moll RV 63 »La Folia« (1705) und Jacob van Eycks »Der Fluyten Lust-Hof« (Lusthof der Flöte oder Garten der Flöten-Wonne) – eine der umfangreichsten Sammlungen von Werken für ein Solo-Blasinstrument eines einzelnen Komponisten überhaupt. Der Flötist und Glockenspieler van Eyck veröffentlichte die Stücke erstmals Mitte des 17. Jahrhunderts – sie umfassen Variationen für Flöte solo, eigene Werke und Arrangements der bekanntesten Melodien der damaligen Zeit. Van Eyck starb gut 20 Jahre bevor Vivaldi geboren wurde. Dass Vivaldi dessen Werk also kannte, ist nicht unwahrscheinlich. Seine Triosonate d-moll basiert auf einer langsamen, eingängigen Melodie, die sich bereits um 1577 von Spanien aus über Süditalien verbreitete. In nur einem einzigen Satz entwickelt Vivaldi zwanzig Variationen über diese alte portugiesische Tanzmusik.
Béla Bartók Duos für zwei Violinen Sz 98 und Rumänische Volkstänze Sz 56
Béla Bartók (1881 – 1945) ›Polster-Tanz‹, ›Spottlied‹, ›Mückentanz‹, ›Dudelsack‹, ›Ruthenische Kolomejka‹ und Rumänische Volkstänze Sz 56
Joc cu bâta (Stabtanz)
Brâul (Gürteltanz)
Pe loc (Der Stampfer)
Buciumeana (Horntanz)
Poarga românească (Rumänische Polka)
Mărunţel (Schnelltanz)
Entstehung 1931 bzw. 1915 Dauer ca. 10 Minuten
Reisen nach Rumänien und Ungarn
Der ungarische Komponist Béla Bartók schrieb seine 44 Duos für zwei Violinen ursprünglich nicht für die Konzertbühne, sondern für Übungszwecke. Mit Ausnahme des »Arabischen Gesangs« und eines weiteren Tanzes legte er jedem einzelnen Stück eine ungarische Bauernmelodie zugrunde – auch hier also spielt die traditionell überlieferte und praktizierte Musik eine vordergründige Rolle.
Für seine musikalischen Recherchen begab sich der 24-jährige Komponist Anfang des 20. Jahrhunderts mit Spazierstock und Phonograph von Budapest aus auf die Reise. Begleitet wurde er von seinem Komponistenkollegen Zoltán Kodály. Zwar waren ungarische, rumänische und Sinti- und Roma-Kapellen in diesen Jahren mit ihrer Musik in Europa sehr präsent. Doch Bartók interessierte sich mehr für die Ursprünge der Klänge als für ihre showartige Darbietung in der Großstadt. Und so zog er los und besuchte Dorffeste, Bäuerinnen und Bauern in ihren Kuhställen, Arbeitende auf dem Feld und trunkene, feiernde und speisende Menschen in Gasthöfen. Er unterhielt sich mit ihnen über die Geschichten, die sie sich erzählten, die Lieder, die sie sangen, die Tänze, die sie tanzten – und zeichnete alles auf, was er konnte: Zehntausende Stücke kamen so zusammen, Wiegenlieder, Klatschlieder, Brauchtumslieder, Kummerlieder, Haarwaschlieder, Lieder für so gut wie jede Gelegenheit.
Was als junges Forschungsvorhaben begann, wurde schnell zu einem Lebenswerk: Bartók schrieb später nicht nur eine vierbändige Anthologie der Volksgesänge Ungarns, sondern verarbeitete die dokumentierten Melodien und Tänze auch in seinen eigenen Kompositionen. In seinen Rumänischen Volkstänzen für Violine und Klavier ahmt Bartók den fünf- oder siebenteiligen Aufbau der ungarischen und rumänischen Volkstänze nach: Er beginnt mit einem einleitenden Stabtanz der jungen Männer (1), auf den ein Braúl (2) folgt, ein Rundtanz aus Torontal – danach kommen die Paare zum Stampftanz (3) zusammen. Der darauffolgende Kettentanz (4), der Bartóks Angaben zufolge aus dem Dorf Butschum stammt, wird mit einer Rumänischen Polka (5) beantwortet. Das Ende dieses Zyklus bilden zwei Schnelltänze (6) – einer aus dem Komitat Bihar, einer aus dem Siebenbürgischen Torda.
Werke von Claude Debussy, Gabriel Fauré und Igor Strawinsky
Claude Debussy (1862 – 1918) »Syrinx« für Flöte solo
Entstehung 1913 Dauer ca. 4 Minuten
Gabriel Fauré (1845 – 1924) Pavane fis-moll op. 50
Entstehung 1887 Dauer ca. 6 Minuten
Claude Debussy (1862 – 1918) »Les angélus«
Entstehung 1892 Dauer ca. 3 Minuten
Igor Strawinsky (1882 – 1971) Nr. 3
Entstehung 1919 Dauer ca. 2 Minuten
Meilensteine und Referenzpunkte
Mit seinem Stück »Syrinx« schrieb Debussy das erste unbegleitete Solo für die moderne Querflöte, das mittlerweile als eines der wichtigsten Solos der Flötenliteratur gilt. Der französische Novellist Gabriel Mourey hörte in »Syrinx« »die letzte Melodie, die der griechische Hirtengott Pan spielt, bevor der stirbt«.
Gabriel Faurés Pavane wurde nach seiner Uraufführung im Jahr 1888 zu einem der berühmtesten Werke des Komponisten – er selbst beschrieb die Musik als »elegant, zuversichtlich, aber nicht besonders wichtig«. Dementsprechend wollte Fauré, dass es nicht zu langsam gespielt wird, durchaus also zügiger, als es in vielen der heute bekannten Interpretationen der Fall sein mag.
Auch Stravinskys Drei Stücke für Klarinette solo wurden nach ihrer Veröffentlichung 1919 zum Referenzpunkt für all jene, die für Klarinette komponierten – für den Klarinettisten und Komponisten Jörg Widmann sind die drei kurzen Werke »sehr konzise und unglaublich modern«.
Claude Debussy schrieb über sein Klavierlied »Les angélus«, er wünsche sich für den Vortrag »eine traurige Süße« – die Musik, die er komponierte, wirkt entsprechend melancholisch und sanft, sie schwebt regelrecht. Das Werk erschien ein Jahr vor seinem mit Abstand berühmtesten Orchesterstück »L’aprés-midi d’un faune«.
Manuel de Falla (1876 – 1946) ›El paño moruno‹ Entstehung 1914 – 1915 Dauer ca. 2 Minuten
Manuel de Falla (1876 – 1946) ›Nana‹ Entstehung 1914 – 1915 Dauer ca. 2 Minuten
Manuel de Falla (1876 – 1946) ›Asturiana‹ Entstehung 1914 – 1915 Dauer ca. 3 Minuten
Manuel de Falla (1876 – 1946) ›Canción‹ Entstehung 1914 – 1915 Dauer ca. 1 Minuten
Manuel de Falla (1876 – 1946) ›Polo‹ Entstehung 1914 – 1915 Dauer ca. 1 Minuten
Europas Spanien-Hype
Eigentlich wollte Manuel de Falla immer schon nach Paris. Seine Geburtsstadt Cadiz galt zwar in der Antike und zur Hochzeit des Kolonialismus noch als Europas »Place to be«, war Ende des 19. Jahrhunderts für den jungen Musiker kulturell allerdings nicht interessanter als eine provinzielle Kleinstadt. Selbst Madrid, in das de Falla als Jugendlicher mit seiner Familie zog, langweilte ihn. Mit 31 Jahren schließlich konnte er sich nach einer Europatournee endlich in Paris selbst verwirklichen. Zu dieser Zeit liebte die Stadt spanische Musik: Ravel schrieb an seiner Oper »L’heure espagnole«, Isaac Albéniz vollendete gerade das vierte Buch seiner »Iberia« für Klavier und Debussy komponierte seine »Ibéria«. In dieser Zeit schrieb auch de Falla seine Suite populaire espagnole, in der er authentische und leicht veränderte Volksmelodien miteinander kombiniert. Die Melodie von ›El paño moruno‹ beispielsweise stammt aus Murcia, die klagende ›Asturiana‹ aus der gleichnamigen Region im Norden Spaniens, ›Nana‹ ist ein kurzes Wiegenlied, dessen Melodie auf klassisch arabisch-andalusisch anmutenden Modalverläufen zwischen Dur und Moll changiert. Auch die harsche Tonfolge zu ›Polo‹ stammt aus Andalusien und erzählt im Flamenco-Stil von der verzweifelten Liebe des Lyrischen Ichs.
Kontext: Selbstermächtigung durch Volkslieder
Der Volksmelodien-Trend im Laufe des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts kann laut dem US-amerikanischen Musikwissenschaftler Don Michael Randel als Reaktion auf die damalige musikalische und kulturelle Dominanz Deutschlands, Frankreichs und Italiens in Europa interpretiert werden. Komponistinnen und Komponisten aus anderen Regionen wie etwa Ungarn, Russland und Böhmen oder auch Spanien und Portugal begannen zunehmend Ideen und Motive aus ihren eigenen Traditionen zu sammeln und in ihre Kompositionen zu integrieren. Sie verschafften sich proaktiv Sichtbarkeit auf den Bühnen und im ästhetischen Diskurs.
Astor Piazzolla schrieb seine »Histoire du tango« für die historisch ersten Instrumente, die mit dem Tango in Verbindung stehen – Gitarre und Flöte. Seine Absicht: die Geschichte und Entwicklung des Tanzes musikalisch nachzuerzählen. Im Satz ›Bordel 1900‹ beispielsweise ist der Tango noch eine fröhliche Musik, die den Eindruck einer vermeintlich guten Laune bei den Prostituierten in Buenos Aires vermitteln soll – damit beschönigt das Stück zweifelsohne die Brutalität und das gewaltvolle System hinter jeglicher Prostitution. In ›Café 1930‹ entwickelt sich der Tango dann aber, gewissermaßen folgerichtig, zu einer getrageneren »Zuhör-Musik«: langsamere Bewegungen, melancholische Züge, neue, getrübte Harmonien. Sein berühmter, 12 Jahre älterer »Libertango«, einer der am häufigsten interpretierten und gecoverten Tangos überhaupt, bildet vor diesem Hintergrund eine Art Conclusio: Hoffnung auf Anerkennung, Autonomie und Freiheit jeder traditionellen Musik.
Zum Auftakt des letzten Jahres seiner Residenz bringt der zukünftige Chefdirigent des London Symphony Orchestra (LSO) sein Orchester für einen Doppelabend nach Dortmund: Zwei Abende rund um das Thema »Tanz« zeigen das LSO als spielfreudigen, rhythmisch pointierten und in allen Epochen beheimateten Klangkörper. Als Solist glänzt an diesem Abend Kirill Gerstein mit dem ihm gewidmeten Klavierkonzert von Thomas Adès, das mit seinen schnellen Taktwechseln Pianist und Orchester auf den Stuhlkanten hält.
Zum Auftakt des letzten Jahres seiner Residenz bringt der zukünftige Chefdirigent des London Symphony Orchestra (LSO) sein Orchester für einen Doppelabend nach Dortmund: Zwei Abende rund um das Thema »Tanz« zeigen das LSO als spielfreudigen, rhythmisch pointierten und in allen Epochen beheimateten Klangkörper. Als Solist glänzt an diesem Abend Kirill Gerstein mit dem ihm gewidmeten Klavierkonzert von Thomas Adès, das mit seinen schnellen Taktwechseln Pianist und Orchester auf den Stuhlkanten hält.
Die 24-jährige aufstrebende Künstlerin Lucie Horsch ist eine leidenschaftliche und charismatische Verfechterin ihres Instruments. Zunächst als Blockflöten-Wunderkind bekannt, hat sie sich zu einer stilvollen Barockvirtuosin entwickelt. Sie ist eine kluge und innovative Musikerin, die sich mit Neugierde verschiedenen musikalischen Genres nähert und mit demselben unglaublichen Talent neues Repertoire entwickelt. 2022 erhielt sie den begehrten Borletti-Buitoni Trust Fellowship, 2020 den prestigeträchtigen »Dutch Music Award«. In der Saison 2021/22 war sie als »ECHO Rising Star« in den renommiertesten Konzertsälen Europas auf Tournee.
Lucie Horsch konzertiert als Solistin mit Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, Tonhalle-Orchester Zürich, Hong Kong Philharmonic Orchestra, Stavanger Symphony Orchestra, der Amsterdam Sinfonietta, Academy of Ancient Music und dem B’Rock Orchestra. Sie ist zu Gast bei Recitals in großen Sälen und bei Festivals wie der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Konzerthaus Wien, der Philharmonie de Paris, dem »Rheingau Musik Festival«, dem »Schleswig-Holstein Musik Festival«, den »Festspielen Mecklenburg-Vorpommern«, dem »Gstaad Menuhin Festival«, im KKL Luzern, und LSO St Luke’s, u. a. mit Ton Koopman, Olga Pashchenko, Thomas Dunford, Justin Taylor, Rachel Podger und Anastasia Kobekina.
Lucie Horsch ist Exklusivkünstlerin bei Decca Classics. Ihre Debüt-CD wurde 2017 mit dem »Edison Klassiek Award« ausgezeichnet. Ihr zweites Album »Baroque Journey« erreichte Platz 1 der UK Classical Charts und wurde 2019 mit dem renommierten »Opus Klassik« ausgezeichnet. Auf ihrem dritten Album »Origins« von 2022 erkundet sie folkloristisch inspirierte und traditionelle Musik aus der ganzen Welt in schillernden Arrangements. Für ihr viertes Album, »The Frans Brüggen Project«, erhielt sie Zugang zu der einzigartigen Sammlung alter Instrumente des verstorbenen Frans Brüggen. Das Album wurde mit dem von Brüggen gegründeten Orchestra of the 18th Century aufgenommen und enthält Werke von Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts.
Horsch wurde in eine Familie von Berufsmusikerinnen und -musikern hineingeboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Blockflötenunterricht. Nur vier Jahre später erregte ihr im Fernsehen übertragener Auftritt mit Brahms’ Ungarischem Tanz Nr. 5 landesweites Aufsehen. Mit elf Jahren, nachdem sie zahlreiche Wettbewerbe gewonnen hatte, wechselte sie an die Sweelinck Academie des Amsterdamer Konservatoriums, wo sie bei Walter van Hauwe Blockflöte studierte. Als begabte Pianistin studierte sie auch bei Marjes Benoist und Jan Wijn. Sieben Jahre lang war sie Mitglied des National Children’s Choir und trat mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons und Jaap van Zweden auf.
Lucie Horsch spielt auf Blockflöten von Seiji Hirao, Frederick Morgan, Stephan Blezinger und Jacqueline Sorel, was durch die großzügige Unterstützung des Prins Bernhard Cultuurfonds ermöglicht wurde.
Emmy Storms, geboren 1988 in Katwijk aan Zee, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel. Danach ging sie an das Königliche Konservatorium in Den Haag. 2012 beendete sie ihr Masterstudium, das auch eine Spezialisierung auf Orchestermusik umfasste, mit der höchstmöglichen Note und einer Auszeichnung für musikalische Kunstfertigkeit. Sie erhielt mehrere Preise bei der »Rabobank Competition«, beim »Prinses Christina Concours«, der »InterProvincial Music Competition« und dem »Iordens Viooldagen«. 2005 erhielt sie den Ersten Preis und den »Herman-Krebbers-Preis« beim »Davina-van-Wely-Wettbewerb«. 2011 wurde sie mit dem »Anton-Kersjes-Preis« ausgezeichnet.
Als Solistin spielte Emmy Storms u. a. mit dem National Student Orchestra unter der Leitung von Lucas Vis, dem National Youth Orchestra unter Antony Hermus und dem Symphony Orchestra Bellitoni unter Jurjen Hempel. Sie spielt im Trio Suleika mit dem Pianisten Tobias Borsboom und dem Cellisten Pepijn Meeuws sowie im Magma Duo mit der Pianistin Cynthia Liem. Sie hat auch umfangreiche Erfahrung als Tutti-Spielerin und Konzertmeisterin in Orchestern. Seit seiner Gründung 2013 ist sie Konzertmeisterin des Streichorchesters Ciconia Consort.
Emmy Storms spielt gerne verschiedene traditionelle Musikgenres, darunter irische Geigenmusik, jüdischen Klezmer, Tango und Musik der Sinti und Roma. Sie spielt lateinamerikanische und irische Folk-Musik mit dem Gitarristen Pedro Diaz, ist Teil der traditionellen Musikband Looking for Matthew sowie der Weltmusik-Band Caravan. Sie tritt auch häufig mit der Eef van Breen Group und World Opera Lab auf. 2019 gewann sie den »GrachtenfestivalPrijs«, der sie zur Artist in Residence während des »Grachtenfestivals« in Amsterdam 2020 machte. Sie nutzte dies, um ihrem Publikum nicht nur westliche klassische Musik, sondern auch irischen Folk, Musik der Sinti und Roma, indische klassische Musik und Tangomusik zu bieten. Bei diesem Festival gründete sie eine neue Crossover-Gruppe namens Ananta, die westliche klassische Musik mit indischer klassischer Musik mischt. Emmy Storms spielt auf einer Geige von Ferdinando Gagliano, die ihr vom National Music Instruments Fund als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde.
Raphaël Feuillâtre gilt als Shootingstar der internationalen Gitarrenszene. Er fasziniert das Publikum mit seinen tiefgründigen und höchst virtuosen Interpretationen. 2018 gewann er den renommiertesten Wettbewerb der klassischen Gitarrenwelt, den der Guitar Foundation of America (GFA). 2022 verkündeten er und die Deutsche Grammophon eine langfristige Zusammenarbeit. Sein Debüt-Album mit Werken von Bach, Couperin und Rameau wurde 2023 veröffentlicht.
Raphaël Feuillâtre wurde 1996 geboren. Im Alter von neun Jahren erhielt er ersten klassischen Gitarrenunterricht bei Hacène Addadi am Konservatorium von Cholet. Ab 2012 besuchte er die Klasse von Michel Grizard am Konservatorium von Nantes. Drei Jahre später begann er sein Studium am Nationalen Konservatorium für Musik und Tanz in Paris bei Roland Dyens, wofür er 2017 Bestnoten erhielt (Bachelor). Weitere Studien dort bei Tristan Manoukian beendete Raphaël Feuillâtre 2019 ebenfalls mit höchsten Auszeichnungen (Master). Als sein Mentor wirkte während dieser Zeit Judicaël Perroy, der maßgeblichen Anteil an seiner künstlerischen Entwicklung hat.
2023 debütierte Raphaël Feuillâtre in der New Yorker Carnegie Hall. Darüber hinaus gastiert er regelmäßig weltweit bei den wichtigsten Gitarrenfestivals, darunter das »Paris International Guitar Festival«, das »International Guitar Festival« in Budapest, das »Festival of Guitar« in Elche (Spanien), das »Guitar Art Festival« in Subotica, das »Festival Guitarras del Mundo« und das »International Guitar Festival« in Changsha.
Neben dem Gewinn des Wettbewerbs der Guitar Foundation of America verzeichnet Raphaël Feuillâtre weitere herausragende Erfolge bei internationalen Wettbewerben, so beim »International Guitar Competition Jose Tomas« in Villa Petrer (2017), beim »International Guitar Festival of Kutna Hora« (2017), beim »Festival Internacional de Musica da Primavera de Viseu« (2016), beim »Concours & Festival de guitare de Fontenay sous Bois« (2015) und beim »Festival International de Guitarra Ciudad de Coria in Coria« (2014).
Eine enge Kooperation verbindet Raphaël Feuillâtre mit Savarez Guitar Strings, einem der weltweit führenden Hersteller von Gitarrensaiten.
Lust auf eine Zugabe? Unsere Empfehlungen.
Quatuor Ébène – Beethoven zum 200. Todestag
Kammermusik
Mi 07.10.2026 19.30 Uhr
Junge Wilde – Lucienne Renaudin Vary
Kammermusik
Di 03.11.2026 19.00 Uhr
Ariel Quartet – Auerbach und Brahms Streichquartette
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Do 05.11.2026 19.30 Uhr
Lera Auerbach: 24 Miniaturen für Cello und Klavier
Kammermusik
Sa 07.11.2026 11.00 Uhr
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