• Eine Person mit kurz geschnittenem, hellblondem Haar posiert vor blauem Hintergrund und hebt eine Hand zu einer eleganten, gestischen Bewegung.
    Joyce DiDonato © Sergi Jasanada
  • Im Vordergrund steht eine Person in weißem Gewand, die klatscht. Im Hintergrund spielen Musiker Streichinstrumente.
    Joyce DiDonato, Time for Three © Anja Köhler
  • Mehrere Musiker*innen spielen auf einer stimmungsvoll beleuchteten Bühne Kontrabass, Geige und Klavier in einer atmosphärischen Live‑Performance.
    Joyce DiDonato, Time for Three © Anja Köhler

    »Joyce DiDonato verleiht Emily Dickinson eine lebendige Stimme.«

    San Francisco Classical Voice

  • Drei Musiker in dunkler Kleidung gehen einen Flur entlang, zwei tragen Streichinstrumente, umgeben von gerahmten Dokumenten an den Wänden.
    Time For Three © Brooks Burris & The Cliburn

Mit »Emily – No prisoner be« widmen sich Joyce DiDonato und das genreübergreifende Trio Time For Three der poetischen Welt Emily Dickinsons. Kevin Puts hat aus den eindringlichen Gedichten der amerikanischen Lyrikerin ein musikalisches Kaleidoskop geschaffen, das zwischen kammermusikalischer Zartheit und mitreißender Energie leuchtet. Unter der szenischen Handschrift von Andrew Staples treffen DiDonatos warmer Mezzosopran und der außergewöhnliche Klang von Time For Three auf Texte voller innerer Freiheit und leiser Rebellion.

In »Emily – No prisoner be« widmen sich Joyce DiDonato, Time For Three und der Komponist Kevin Puts der inneren Welt Emily Dickinsons. Ausgangspunkt war Puts’ spontane Faszination für das Gedicht »They shut me up in Prose«. Aus dieser ersten Begegnung entwickelte sich ein 24-teiliger Liederzyklus, der Dickinsons Sprache mit einer direkten musikalischen Handschrift verbindet – getragen von Staunen, Respekt und einer spürbaren Nähe zu ihren Texten.

Für Joyce DiDonato ist das Projekt eines ihrer persönlichsten. Gemeinsam mit Time For Three entsteht eine Klangwelt, die klassische Präzision und experimentelle Energie selbstverständlich zusammenführt. Die drei Musiker – zwei Violinen, ein Kontrabass, drei Stimmen – geben den Gedichten eine körperliche Präsenz, die leicht und zugleich eindringlich wirkt.

Andrew Staples schafft mit seinem Bühnen- und Lichtdesign einen ruhigen, fast schwebenden Raum. Licht und Schatten verschieben sich wie Gedankenbewegungen und öffnen einen Zugang zu Dickinsons inneren Bildern. Die Wirkung ist schlicht und dennoch tief berührend.

Seit der Uraufführung 2025 wächst das Werk weiter – als Album, als Bühnenprojekt, als Begegnung über Jahrhunderte hinweg. Und am Ende entsteht kein traditioneller Liederabend, sondern ein Moment, in dem Sprache, Musik und Stille überraschend nah zusammenrücken.

  • Performers
    • Performers
    • Joyce DiDonato mezzo-soprano
    • Time For Three
    •   Nicolas Kendall vocals
    •   Charles Yang vocals
    •   Ranaan Meyer double bass
    • Andrew Staples stage design, lighting design
  • Programme
    • Programme
    • Kevin Puts »Emily – No prisoner be«

In Season Ticket Liederabend, Neuland

Promoter: Konzerthaus Dortmund

  • Trailer-Video

    zum Projekt »Emily – No prisoner be«

  • ›Her Face‹ aus »Emily – No prisoner be«

    mit Joyce DiDonato und Time For Three

  • Blick über eine historische Hängebrücke mit metallenen Seilen, warmem Sonnenlicht und überblendeten Landschaftsstrukturen.

    Amerika hören

    Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung beleuchtet das Konzerthaus Dortmund die Vielfalt US-amerikanischer Musik – zwischen Freiheitsversprechen, Widersprüchen und neuer Perspektive.

Golda Schultz

250 Jahre USA

Wenn wir heute auf Amerika hören, begegnen wir einem Klangraum voller Spannungen: dem historischen Ruf nach Freiheit und den Stimmen, die sich erst allmählich Gehör verschaffen. Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung verfolgt das Konzerthaus Dortmund diese Linien im musikalischen Dialog. Zwischen dem alten Ideal der Freiheit und den vielen Stimmen, die dieses Ideal heute hinterfragen, entsteht ein musikalischer Raum, in dem Herkunft, Identität und Zugehörigkeit aufeinandertreffen. Die Saison stellt diese Linien in den Mittelpunkt: den Dialog zwischen Tradition und Neubeginn, das Ringen um Sichtbarkeit, den Mut, vertraute Formen zu öffnen und anderen Perspektiven Raum zu geben. So entsteht ein Panorama, das weniger von Programmen spricht als von Fragen: Welche Geschichten prägen ein Land? Und welche klingen erst jetzt wirklich durch?

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