Alban Gerhardt

Gelobt als »ein Kantabilitätszauberer und Meister virtuoser Rasanz« (»Der Tagesspiegel«) hat Alban Gerhardt seit 25 Jahren eine einzigartige Wirkung auf sein Publikum durch sein hohes Maß an Musikalität, seine überwältigende Bühnenpräsenz und seine nahezu unstillbare künstlerische Neugier. Seine Gabe, bekannte Werke in neuem Licht erscheinen zu lassen und sein Appetit, neues Repertoire aus den vergangenen Jahrhunderten sowie zeitgenössische Werke zu entdecken, suchen ihresgleichen.

Höhepunkte der Saison 2017/18 sind Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, BBC Philharmonic Orchestra für einen weiteren Auftritt bei den »BBC Proms«, Royal Philharmonic Orchestra, National Symphony Washington, RTÉ Concert Orchestra sowie seine Debüts beim New Jersey Symphony Orchestra und dem Orquesta Sinfónica de Madrid. Gerhardt wird außerdem Recitals im Konzerthaus Berlin, in der Londoner Wigmore Hall sowie in Montreal und Vancouver geben. Eine Quintett-Tournee durch Europa führt ihn u. a. in die Philharmonie Luxembourg, Tonhalle Zürich und ins Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam; seine erste Zusammenarbeit mit Sabine Meyer führt ihn auf einer Trio-Tournee durch ganz Deutschland.

Mit großer Leidenschaft teilt Alban Gerhardt seine künstlerischen Entdeckungen mit Zuhörern außerhalb von Konzertsälen. So unternahm er Outreach-Projekte in Europa und den USA mit Aufführungen und Workshops in Schulen und Krankenhäusern, aber auch wegweisende Auftritte im öffentlichen Raum und in Einrichtungen für jugendliche Straftäter. Seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn mit Liveauftritten auf den Hauptverkehrsstrecken in Deutschland beweist sein Engagement, traditionelle Hörgewohnheiten und Erwartungen an klassische Musik aufzubrechen. Anfang 2017 gründete Gerhardt Musicians4UnitedEurope, eine Gruppe von international renommierten Musikern, die sich für ein vereintes und demokratisches Europa einsetzt.

Nach frühen Wettbewerbserfolgen begann die internationale Karriere Gerhardts mit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov 1991. Seitdem hat er mit den führenden Klangkörpern weltweit musiziert, u. a. mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, London Philharmonic Orchestra, sämtlichen britischen und deutschen Rundfunkorchestern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, Gewandhausorchester Leipzig, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Oslo Philharmonic, Orchestre National de France sowie dem Chicago Symphony, Cleveland und Philadelphia Orchestra. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Kurt Masur, Christoph von Dohnányi, Christian Thielemann, Christoph Eschenbach, Michael Tilson Thomas, Esa-Pekka Salonen, Vladimir Jurowski, Kirill Petrenko und Andris Nelsons.

Alban Gerhardt ist außerdem leidenschaftlicher Kammermusiker, unter seinen regelmäßigen Partnern sind Steven Osborne, Cecile Licad, Baiba Skride und Brett Dean. Gerhardt arbeitet mit vielen zeitgenössischen Komponisten zusammen, u. a. mit Jörg Widmann, Unsuk Chin und Matthias Pintscher. Im Sommer 2018 wird er das neue Cellokonzert von Brett Dean mit dem Sydney Symphony Orchestra uraufführen und es im Herbst 2018 mit den Berliner Philharmonikern unter Sakari Oramo zur Deutschen Erstaufführung bringen.

Alban Gerhardts CD-Einspielungen sind mehrfach ausgezeichnet worden. So gewann er dreimal den »ECHO Klassik« sowie den »International Classical Music Award« und »MIDEM Classical Award«. Seine Aufnahme von Unsuk Chins Cellokonzert bei der Deutschen Grammophon wurde mit dem »BBC Music Magazine Award« prämiert und für den »Gramophone Award« 2015 nominiert. Bei Hyperion Records hat er zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht, seine neueste mit Zugaben aus dem Repertoire Rostropowitsch’ erschien im Januar 2017. Sein nächstes CD-Projekt werden die sechs Suiten für Violoncello solo von Bach sein.

Alban Gerhardt spielt ein Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1710.