Carlos Mena

Carlos Mena wurde 1971 in Vitoria-Gasteiz (Spanien) geboren und schloss sein Studium der Renaissance- und Barockmusik u. a. bei Richard Levitt und René Jacobs 1997 an der Schola Cantorum Basiliensis ab. Er singt als Solist regelmäßig mit verschiedenen Formationen der Alten Musik, mit denen er in ganz Europa, den USA, Lateinamerika, Asien und Australien gastiert. 2002 sang er in Händels »Radamisto« bei den »Salzburger Festspielen«, im Concertgebouw Amsterdam und im Musikverein Wien. 2003 folgte »L’Orfeo« bei den »Innsbrucker Festwochen« in Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden in Berlin unter der Leitung von René Jacobs. Er sang den Disinganno in Händels »Il trionfo« im Großen Festspielhaus in Salzburg, »Europera 5« von John Cage beim »Festival van Vlaanderen«, Brittens »A midsummer night’s dream« im Teatro Real in Madrid, die Titelrolle in Mozarts »Ascanio in Alba« im Barbican Center London und »Bajazet« von Vivaldi im Teatro Arriaga in Bilbao. 2007 kehrte er mit »El viaje a Simorgh« von Sánchez-Verdú ans Teatro Real in Madrid zurück und sang in Brittens »Death in Venice« im Liceu in Barcelona. Neben seinen zahlreichen Opernengagements debütierte er 2011 mit dem Dänischen Nationalorchester und gab einen Bach-Abend im Musikverein Wien.

Menas vielseitige künstlerische Tätigkeit ist durch mehrere u. a. mit dem »Diapason d’Or« oder »Choc de la Musique« preisgekrönten Plattenaufnahmen dokumentiert, darunter »Et Iesum« (Harmonia mundi), »De aeternitate« und eine CD gemeinsam mit dem Ricercar Consort, »Stabat Mater«-Vertonungen von Vivaldi, Pergolesi und Sances (Mirare), »La Cantada española en America« und »Paisajes del Recuerdo« (Harmonia mundi) sowie Bach-Kantaten (Mirare). Zuletzt präsentierte er eine CD mit der »Johannes-Passion« von Bach und spanischen Werken aus der Barockzeit. Daneben widmet sich Carlos Mena auch dem Liedrepertoire und sang u. a. Werke von Schumann, Schubert, Liszt, Strawinsky, Britten, Orff, Benjamin und Bernstein.