Venice Baroque Orchestra

Im Jahr 1997 gründete Andrea Marcon das Venice Baroque Orchestra (VBO), welches sich als eines der führenden Ensembles Europas auf Alte Musik und das Musizieren auf authentischen Instrumenten spezialisiert hat. Der Wiederentdeckung von Meisterwerken aus dem 17. und 18. Jahrhundert verschrieben führte das VBO unter der Leitung von Andrea Marcon erstmals seit der Uraufführung Cavallis »L’Orione«, Vivaldis »Atenaide« und »Andromeda liberata«, Marcellos »La morte d’Adone« und »Il trionfo della poesia e della musica« sowie Boccherinis »La Clementina« neu auf. Über das Orchester wurde weltweit im Fernsehen berichtet, u. a. bei BBC, Arte, NTR (Niederlande) und NHK. Das Schweizer Fernsehen begleitete das Orchester bei seinen Auftritten in Venedig und so entstand unter Regie von Richard Dindo die Dokumentation »Vivaldi in Venedig«.

Weitere Highlights des VBO waren große Tourneen in Europa, den USA und Asien mit dem Countertenor Philippe Jaroussky sowie Konzerte mit Marie-Nicole Lemieux, Avi Avital, Nicola Benedetti, Viktoria Mullova, Karina Gauvin und Magdalena Kožená. Es folgten Auftritte beim »Istanbul Music Festival«, im Barbican Center in London und am Mariinsky-Theater St. Petersburg. Für ein Barockensemble ungewöhnlich spielte das VBO 2009 die Uraufführung von Philip Glass’ Violinkonzert »The American Four Seasons«. Mit dem Geiger Robert McDuffie trat das Orchester anschließend in 28 Städten in ganz Nordamerika auf.

Die neueste CD-Einspielung mit Konzerten von Vivaldi und dem Solisten Avi Avital erschien im Jahr 2015 bei der Deutschen Grammophon. Die zuvor bei Erato veröffentlichte Aufnahme der Porpora-Arien mit Philippe Jaroussky wurde für den »Grammy« nominiert; die bei Naïve erschienene Einspielung eines Pasticcio von Metastasios »L’olimpiade« mit verschiedenen Arien aus dem 18. Jahrhundert wurde für einen »Choc du Monde de la Musique« nominiert. Das VBO hat eine umfangreiche Diskografie bei Sony und der Deutschen Grammophon. Der Weltersteinspielung von »Andromeda Liberata« für die Deutsche Grammophon folgten beim selben Label u. a. zwei Aufnahmen mit Vivaldis Violinkonzerten und dem Geiger Giuliano Carmignola. Frühere Aufnahmen bei Sony mit Carmignola beinhalten die »Vier Jahreszeiten«, zuvor nicht aufgenommene Vivaldi-Konzerte sowie eine Sammlung von Bach-Arien mit Angelika Kirchschlager. Für seine Aufnahmen wurde das Orchester mit dem »Diapason d’Or«, »Choc du Monde de la Musique«, »ECHO Klassik« und »Edison Award« ausgezeichnet.