Thomas Hengelbrock

Thomas Hengelbrock zählt zu den vielseitigsten und interessantesten Künstlern seiner Generation. Seine Arbeit ist epochen- und spartenübergreifend und stets das Ergebnis einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem musikalischen Text sowie dem Sinn und Gehalt der Werke. Als begeisterter und begeisternder Musikentdecker widmet sich Thomas Hengelbrock einem Repertoire, das von der Alten Musik bis zu zeitgenössischen Werken reicht und alle Genres umfasst. Er bringt fast vergessene Kompositionen an die Öffentlichkeit oder ermöglicht durch seine Projekte die Neubewertung des Standardrepertoires. Legendär sind seine epochenübergreifenden Konzertprogramme, die oft verblüffende musikalische Verwandtschaften aufdecken und bestimmte Themen umkreisen.

Im Rahmen von Assistenztätigkeiten kam Thomas Hengelbrock bereits früh mit bedeutenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik wie Witold Lutosławski, Mauricio Kagel und Antal Doráti in Kontakt. Noch heute bildet die Musik der unmittelbaren Gegenwart einen wichtigen Teil seines Wirkens. Wie der Namensgeber seiner Ensembles, der große Barockarchitekt Balthasar Neumann, so strebt auch Thomas Hengelbrock stets nach einem Zusammenspiel der Künste: Musikalisch-literarisch-theatralische Projekte mit Schauspielern wie Klaus Maria Brandauer, Johanna Wokalek und Graham Valentine bilden einen weiteren Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit.

Als Operndirigent ist Thomas Hengelbrock an Häusern wie der Opéra National de Paris, dem Teatro Real in Madrid und der Berliner Staatsoper sowie bei den Festivals in Baden-Baden, Aix-en-Provence und Salzburg zu erleben. Auch für Klangkörper wie das Royal Concertgebouw Orchestra, die Wiener Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker und andere ist er ein gefragter Partner.

Thomas Hengelbrock ist ein enthusiastischer Musikvermittler: Für sein Engagement wurde ihm 2016 der »Herbert von Karajan Musikpreis« verliehen.