Hélène Grimaud

Hélène Grimaud studierte Klavier in ihrer Heimatstadt Aix-en-Provence, in Marseille bei Pierre Barbizet und, ab dem Alter von 12 Jahren, am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris bei Jacques Rouvier, György Sándor und Leon Fleischer.Das Jahr 1987 war ein entscheidender Wendepunkt in ihrer Karriere: Sie gewann den »MIDEM Cannes Classical Award«. Ihre Darbietung dort bewegte Daniel Barenboim dazu, sie dem Orchestre de Paris zu empfehlen. Daraus resultierte eine Reihe hochklassiger Engagements wie ihr erster Auftritt beim »Festival International de Piano de La Roque d’Anthéron« und ihr Debüt-Recital in Tokio. Seitdem tritt Hélène Grimaud mit den führenden Orchestern auf, u. a. mit dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Philharmonia, dem NHK Symphony Orchester sowie den Münchner Philharmonikern. In den USA ist sie weiterhin regelmäßig Gast beim New York Philharmonic, dem Philadelphia Orchester und den Sinfonieorchestern von Chicago, San Francisco und Washington.Hélène Grimaud arbeitete schon früh in ihrer Karriere mit den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit, wie z. B. Vladimir Ashkenazy, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Daniel Harding, Esa-Pekka Salonen, Valery Gergiev, Yuri Temirkanov und David Zinman. Als Solistin trat sie 2008 bei »BBC’s Last Night of the Proms« mit Vladimir Jurowsky auf, mit dem sie auch eine Europa-Tournee sowohl mit dem London Philharmonic Orchestra als auch dem Chamber Orchestra of Europe unternahm. Sie trat mit Daniel Harding und sowohl dem Mahler Chamber als auch dem London Symphony Orchestra auf; außerdem mit Philippe Jordan und dem Orchester der Mailänder Scala. Ebenfalls in der Saison 2008/09 leitete sie erstmals Konzerte vom Flügel aus: mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks spielte sie auf einer Europa-Tournee Bachs Klavierkonzert in d-moll sowie einige Werke von Silvestrow.Als engagierte Kammermusikerin tritt sie regelmäßig bei den bedeutendsten Festivals und in den Musikmetropolen sowohl solistisch als auch mit Kammermusik-Programmen auf. Sie arbeitet mit Künstlern wie Thomas Quasthoff, Janine Jansen, Truls Mørk, Jörg Widmann, Christine Schäfer und Renaud Capuçon, dem Exklusivkünstler des KONZERTHAUS DORTMUND.Hélène Grimaud nimmt seit 2002 exklusiv für die Deutsche Grammophon auf. Ihre Aufnahmen umfassen Bach-Originalwerke und -Transkriptionen, Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Vladimir Jurowski, Werke von Brahms und Robert und Clara Schumann, Orchester- und Solowerke von Beethoven und Pärt mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra und Esa-Pekka Salonen, eine CD mit Chopin- und Rachmaninow-Solowerken und Bartóks Klavierkonzert Nr. 3 mit dem London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez. Seit ihrem 15. Lebensjahr spielt Grimaud CDs ein – ihre frühen Aufnahmen umfassen u. a. Werke von Liszt, Ravel, Rachmaninow, Strauss und Gershwin.Als Preisträgerin zahlreicher weltweiter Musikpreise wurden ihre Verdienste auch in ihrem Heimatland Frankreich gewürdigt. Dort wurde sie vom französischen Kultusministerium im Jahr 2002 zum »Officier dans l’ordre des Arts et des Lettres« ernannt. 2005 wurde sie mit dem »ECHO Klassik« in der Kategorie »Instrumentalistin des Jahres« ausgezeichnet.Grimaud ist Autorin zweier Bücher, »Wolfssonate« und »Lektionen des Lebens«, die beide unmittelbar die Bestseller-Listen stürmten.1999 gründete Hélène Grimaud das Wolf Conservation Center, eine Sache, der sie sich weiter widmet. In jüngerer Vergangenheit gab sie ihren Namen und ihre Unterstützung für eine Reihe anderer Organisationen, darunter Amnesty International, das Internationale Kindercamp Villa Sans Souci und den World Wide Fund for Nature.