Yannick Nézet-Séguin

Seit August 2018 ist der aus Montreal stammende Yannick Nézet-Séguin Nachfolger von James Levine als Music Director der Metropolitan Opera New York. 2012 übernahm er die gleiche Position beim Philadelphia Orchestra. Seit 2000 ist er zudem Artistic Director und Principal Conductor des Orchestre Métropolitain de Montréal. Seit der Saison 2016/17 ist er Ehrendirigent des Chamber Orchestra of Europe. Die Saison 2017/18 war seine zehnte und letzte als Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Ochestra und fiel mit den Feierlichkeiten in Rotterdam und ganz Europa zum 100-jährigen Orchesterjubiläum zusammen.

Yannick Nézet-Séguin arbeitet eng mit zahlreichen renommierten europäischen Orchestern zusammen, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Chamber Orchestra of Europe. Von 2008 bis 2014 war er zudem Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra.

Die Deutsche Grammophon veröffentlichte seine Einspielungen von Rachmaninows Klavierkonzerten Nr. 2 und 4 gemeinsam mit Daniil Trifonov sowie von »Le nozze di Figaro« mit dem Chamber Orchestra of Europe, die 2017 den »ECHO Klassik« für die »Beste Operneinspielung« und eine »Grammy«-Nominierung erhielt. Im Herbst 2017 erschien gemeinsam mit Rolando Villazón, Ildar Abdrazakov und dem Orchestre Métropolitain ein Album mit französischen und italienischen Opernduetten. Yannick Nézet-Séguins Diskografie umfasst zudem mit dem Philadelphia Orchestra die Gesamteinspielung der Sinfonien Schumanns, Strawinskys »Le sacre du printemps« und Rachmaninow-Variationen mit Daniil Trifonov sowie weitere Aufnahmen mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra bei EMI Classiscs, BIS Records und Deutsche Grammophon, mit dem London Philharmonic Orchestra beim orchestereigenen Label sowie mit dem Orchestre Métropolitain bei ATMA Classique.

Yannick Nézet-Séguin studierte Klavier, Dirigieren, Komposition und Kammermusik am Conservatoire de musique du Québec in Montreal sowie Chorleitung am Westminster Choir College in Princeton. Er setzte seine Dirigierstudien bei Carlo Maria Giulini und weiteren großen Dirigenten fort. 2016 wurde er zum »Musical America’s Artist of the Year« gewählt und u. a. mit dem renommierten »Royal Philharmonic Society Award« geehrt, dem kanadischen »National Arts Centre Award«, dem »Prix Oskar Morawetz« und dem »Prix Denise-Pelletier«, der höchsten künstlerischen Auszeichnung in Quebec.