Frans Brüggen

Er wurde in Amsterdam geboren und studierte Musikwissenschaften an der dortigen Universität. Mit 21 Jahren wurde er Professor am Königlichen Konservatorium in Den Haag, später Erasmus-Professor an der Harvard Universität und Professor an der Berkeley Universität, Kalifornien. Luciano Berio schrieb über ihn: »Er ist ein Musiker, der kein Archäologe, sondern ein großartiger Künstler ist.« 1981 gründete er das Orchester des 18. Jahrhunderts, das aus rund 60 Musikern aus 19 verschiedenen Ländern besteht. Das Orchester trifft sich dreimal jährlich, um mit einem neu erarbeiteten Repertoire auf Tournee zu gehen. Die Musiker, alle Spezialisten der Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, spielen auf Originalinstrumenten oder auf dieser Zeit nachempfundenen Kopien. Das groß angelegte Repertoire, das dieses Orchester bei Philips Classics aufgenommen hat, umfasst Werke von Purcell, Bach, Rameau, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert und Mendelssohn. Viele ihrer Einspielungen bekamen internationale Preise. Frans Brüggen arbeitete als Dirigent mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, den Hamburger Philharmonikern, dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Wiener Philharmonischen Orchester, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Stockholm Philharmonic Orchestra und dem English Chamber Orchestra zusammen. Im August 1991 debütierte Brüggen mit dem Orchester des 18. Jahrhunderts bei den Salzburger Festspielen, und bei seinen wiederholten Gastbesuchen beim Festival dirigierte er eine hoch gelobte Serie von Konzerten mit dem Mozarteum Orchester. Seit der Saison 1998/99 ist er beim Orchestre de Paris Gastdirigent, zusammen mit Christoph von Dohnányi. Kürzliche Opernengagements schließen Mozarts »Mitridate, Re di Ponte« in Zürich und und Glucks »Orfeo« mit der Opéra de Lyon ein. Frans Brüggen setzt seine ausgedehnten Tourneen und seine Aufnahmetätigkeiten mit dem Orchester des 18. Jahrhunderts fort.