Budapest Festival Orchestra

Das Budapest Festival Orchestra hat, nicht zuletzt da es zu den zehn besten Orchestern der Welt zählt, eine der bedeutendsten Erfolgsgeschichten der internationalen Musikszene geschrieben. Eine Schlüsselfigur ist der Musikdirektor Iván Fischer, der neben Zoltán Kocsis zu den Gründungsvätern des Orchesters gehört. Das Budapest Festival Orchestra treibt die individuellen Fähigkeiten seiner Musiker mit dem Ziel der Zusammenführung zu einem besonders homogenen Orchesterklang voran. Sowohl das Publikum als auch die Kritiker schätzen die Qualitäten der faszinierenden Kammermusikaufführungen sowie die große Energie, mit der das Budapest Festival Orchestra musiziert.

Das Budapest Festival Orchestra hat Weltstars in die Konzerthäuser Ungarns gebracht, darunter Sir Georg Solti (bis zu seinem Tod Erster Gastdirigent des Orchesters), Yehudi Menuhin, Pinchas Zukerman, Gidon Kremer, Radu Lupu, Sándor Végh, Sir András Schiff und Richard Goode. Iván Fischer engagiert sich für die Zusammenarbeit mit jungen, international gefeierten Musikern und Sängern, um mit ihnen für das einheimische Publikum zu spielen.

Regelmäßig ist das Budapest Festival Orchestra Gast in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt – darunter die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York, der Wiener Musikverein, das Royal Concertgebouw in Amsterdam und die Royal Albert Hall in London. Das Orchester wurde wiederholt eingeladen, bei internationalen Musikfestivals wie dem »Mostly Mozart Festival«, den »Salzburger Festspielen« oder dem »Edinburgh International Festival« zu spielen.

Die berühmten Musik-Marathons des Budapest Festival Orchestra und das eigene »Bridging Europe Festival«, das sich jedes Jahr auf die Kultur eines anderen Landes konzentriert, werden in Partnerschaft mit dem Müpa Budapest, einer der führenden Kulturinstitutionen in Ungarn, organisiert. Auch Opernaufführungen, die Iván Fischer leitet, werden gemeinsam mit dem Müpa Budapest produziert. Nach den hochgelobten Aufführungen von »Don Giovanni« und »Le nozze di Figaro« folgte »Die Zauberflöte«.

Seit 2014 gibt das Orchester kostenfreie Konzerte in Altenheimen, Kirchen, verlassenen Synagogen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Das Budapest Festival Orchestra spielt regelmäßig für junge Zuschauer, darunter »Cocoa Concerts« für die Jüngsten und »Choose Your Instrument«-Programme für Grundschüler. Zudem bieten sie Schülern der weiterführenden Schulen die Teilnahme an Filmwettbewerben und sprechen speziell junge Erwachsene etwa mit der sehr erfolgreichen Serie »Midnight Music« an. Zu ihren innovativen Konzerten gehört als eines der zentralen Projekte »Dancing on the Square«, das sich mit kommunaler Kreativität, Toleranz und Chancengleichheit sowie mit Musik und Tanz beschäftigt. Die »Cocoa Concerts« – ebenfalls eine der Hauptinitiativen – bieten ein angemessenes Umfeld für Kinder mit Autismus und deren Familien.

Im Laufe der Jahre hat das Budapest Festival Orchestra die höchsten Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2008 wurde es von international renommierten Musikkritikern zum neuntbesten Orchester der Welt gewählt. So reiht es sich zwischen prestigeträchtigen Ensembles wie dem New York Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra ein. Vom »New York Magazine« wurde die Produktion »Le nozze di Figaro« zur besten des Jahres 2013 gewählt. Die Alben des Budapest Festival Orchestra wurden zweimal mit dem »Gramophone Award« ausgezeichnet. Ihre Interpretation von Mahlers Sinfonie Nr. 1 wurde 2013 für einen »Grammy« nominiert. 2014 erhielt die Aufzeichnung von Mahlers Sinfonie Nr. 5 sowohl den »Diapason d’Or« als auch das »Toblacher Komponierhäuschen« für die beste Mahler-Aufzeichnung. Die Association of Music Critics of Argentina hat dem Budapest Festival Orchestra 2016 die Auszeichnung als »Bestes ausländisches sinfonisches Orchester« verliehen.