Hyung-ki Joo

Hyung-ki Joo wurde geboren. Er ist britisch, sieht aber koreanisch aus, oder anders herum, oder beides. Er zeigte erste Anzeichen eines Sinns für Komik beim Windeln wechseln und kurz danach seine Liebe zur Musik, wenn seine Eltern ihn im Plattenladen fanden, wo er stundenlang alles von Mozart bis zu den Bee Gees hörte. (Obwohl die beiden nicht zu verwechseln sind, hört man Hyung-ki häufig »Don Giovanni« im Stil von Barry Gibb singen). Er begann im Alter von acht Jahren, Klavier zu spielen und bekam zweieinhalb Jahre später einen Platz an der Yehudi Menuhin Schule. Dort fand er sich zwischen Genies und Wunderkindern wieder und war jedes Jahr von Neuem überzeugt, dass er von der Schule fliegen würde. Tatsächlich wurde er nicht rausgeschmissen, sondern rumgeschubst von seinen Lehrern und Mitschülern wie beispielsweise Aleksey Igudesman. Nach diesen schmerzhaften Erfahrungen entwickelte Joo eine neue Art des Klavierspiels, das »Karate Piano«. So schwierig die Jahre an der Schule auch gewesen sein mögen, stärkten sie doch seine Liebe zur Musik und er erkannte auch, dass die Welt der klassischen Musik wenig mit dem Geist zu tun hat, aus dem heraus die Musik entstand; er begann daher von einem Weg zu träumen, diese großartige Musik einem größeren und neueren Publikum zugänglich zu machen ­– ein Traum, der sich kürzlich mit seiner Show »A Little Nightmare Music« erfüllte.Hyung-ki, buchstabiert R-I-C-H-A-R-D, ausgesprochen »Dick«, ist der einzige koreanische Jude (geschrieben J-O-O). Er ist im Weißen Haus aufgetreten, in einem roten Haus, leider nicht mit Bernhard Greenhouse. Reachhard Yankee Jew ist allerdings mit so vielfältigen Koryphäen wie Larry Adler, Gidon Kremer, Yehudi Menuhin, Yoko Ono, Jerry Lee Lewis, George Gerschwin (nach Gershwin’s Tod), Arturo Toscanini (mit einer Music-Minus-One-CD) und Niccolò Paganini (in einem Traum, der sich dann in eine Szene aus »Indiana Jones« verwandelte wie Träume das tun) aufgetreten.Hyung-ki hat kleine Hände, weshalb für ihn manche Klavierwerke schwer zu spielen sind, wie die Musik von Rachmaninow, der große Hände hatte (HK: »Aber nur die Hände sind klein!«). Jedenfalls, auch mit diesem kleinen Nachteil, liebt er es, Kammermusik mit befreundeten Künstlern aufzuführen, wie z. B. Renaud Capuçon, Thomas Carroll, Michael Collins, Janine Jansen, Mischa Maisky und Julian Rachlin und gibt gerne Solorecitale und auch Konzerte mit Orchester wie dem London Philharmonic, dem Royal Philharmonic, der Warschau Sinfonia und dem »konfessionellen« Orchester. Er hegt auch eine Leidenschaft für die Lehre und hat an Institutionen wie der Yehudi Menuhin Schule und der Guildhall School of Music unterrichtet, obwohl seine Leidenschaft manchmal zu Schreianfällen in unverständlichen Sprachen führt.Hyung-kis weitere Erfolge beinhalten: inoffizieller Weltrekord als schnellster Zähneputzer, den Film »Mission Impossible« acht mal hintereinander innerhalb von 23 Stunden schauen und der Besitz eines Spektrums von über 500 verschiedenen Lach-Arten, die er hofft, eines Tages für eine berühmtes Label aufzunehmen.