Ana Moura

Ana Moura gilt als eine der versiertesten Fado-Sängerinnen ihrer Generation. Die einer musikalischen Familie entstammende Künstlerin schafft es einfach nur durch ihre Stimme und ihre Präsenz zu hypnotisieren. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Jorge Fernando, der bereits mit der großen Amália Rodrigues gespielt hat, bereichert ihr Repertoire derart, dass auch die anspruchsvollsten Kritiker in den höchsten Tönen von ihr sprechen. Egal ob sie ausdrucksstark deklamiert oder filigrane Gefühls-Crescendos aufwirbelt: Ana Mouras voluminöse Altstimme personifiziert das dunkle, sinnliche Credo des Fado. Ihre Lieder zeugen von aus Schmerz geborener Weisheit, von Anmut inmitten von Vergeblichkeit, von sexueller Leidenschaft und von bitterem Verrat. Das traurige, rauchige Klangbild ihrer Stimme bescherte der leidenschaftlichen Sängerin binnen kürzester Zeit ein loyale Fangemeinde in ganz Europa. Zu ihren Bewunderern gehören auch die Rolling Stones, die während ihrer 2007er Tournee in Portugal Ana Moura bei ihrem Auftritt in einem  Fadolokal besuchten und sie einluden, am Tag darauf beim Stones-Konzert ein Duett mit Jagger im Stadion von Lissabon zu singen. Auch Prince gehört zu ihren Fans. Dank ihrer international erfolgreichen Alben, Guarda-Me A Vida Na Mão (2004) und Aconteceu (2006), tourt Ana Moura schon bald in ganz Europa. Mit ihrem dritten Album, Para Além da Saudade, das in Deutschland 2008 erschienen ist, hat sie auch Publikum und Kritik im deutschsprachigen Raum in Begeisterung versetzt. Die erste Tournee umfasste 14 Termine, viele davon waren ausverkauft (250 bis 500 Zuschauer). Es gab Konzerte im Wiener Konzerthaus und in Zürich vor großem Publikum. Auf Para Além da Saudade vertieft Ana Moura ihre kreative Partnerschaft mit Jorge Fernando und interpretiert außerdem Stücke von Custódio Castelo und anderer von ihr verehrter Songschreiber. Auch der mit dem »Grammy« ausgezeichnete Tim Ries ist als Co-Komponist und Musiker zu hören. Mitte Oktober 2009 ist in Portugal das neue Album »Leva-me aos fados« erschienen und stieg (vor Madonna und Shakira) auf Platz 2 der Charts ein. Viele Kritiker halten es für das bisher beste Album Ana Moura’s. Live präsentiert sich Ana Moura mit einem hervorragenden, klassisch akustischen Gitarren-Trio.