MusicAeterna

Das russische Orchester MusicAeterna wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, barocke und klassische Werke im Originalklang aufzuführen, aber auch neue Impulse im Bereich der zeitgenössischen Musik zu setzen. Seit der Spielzeit 2011/12 ist das Ensemble, zu dem auch der MusicAeterna Kammerchor gehört, am Staatlichen Ballett- und Operntheater Perm (Ural) beheimatet, wo es jährlich mehrere Produktionen aufbietet. So standen in der Saison 2014/15 bereits Neudeutungen von Mozarts »Don Giovanni« und Offenbachs »Les contes d’Hoffmann« auf dem Spielplan. Das Orchester ist international gefragt und gastierte gemeinsam mit Teodor Currentzis in Wien, Amsterdam, London, Baden-Baden, Bregenz, Moskau und St. Petersburg. Auf Einladung der Berliner Philharmoniker präsentierte es im Februar 2014 Händels »Dixit Dominus« und Purcells »Dido and Aeneas«. Überdies entstanden zahlreiche CD-Einspielungen, darunter ein vielbeachteter Mozart-Da-Ponte-Zyklus. Bereits 17 Mal wurde das Ensemble mit der »Goldenen Maske« des russischen Theaterverbands geehrt; damit erhielt das Ensemble diesen renommierten Preis häufiger als jedes andere Opernorchester in Russland.

Der MusicAeterna Chor trat zum ersten Mal 2011 in Perm auf. Sein Repertoire umfasst die verschiedensten Stile und Epochen, vorgetragen im jeweils angemessenen Ausdruck. Seine Konzertprogramme beinhalten Werke von Barockkomponisten, Meisterwerke russischer Chormusik des 18. bis 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössische Stücke. Im Februar 2014 war der Chor gemeinsam mit dem Orchester MusicAeterna in einer Reihe gefeierter Aufführungen in Berlin, Paris, Lissabon und Athen mit »Dido and Aeneas« und Händels Psalm »Dixit Dominus« zu hören.

Die Diskografie des Chores umfasst bei Sony Classical Mozarts »Le nozze di Figaro« und »Così fan tutte« sowie Strawinskys »Les noces«. Im Herbst 2013 war der Chor bei der Aufnahme von Purcells »The Indian Queen« in der Neufassung von Peter Sellars und unter der Leitung von Teodor Currentzis dabei. Die DVD erschien ebenfalls bei Sony.

Im Sommer 2015 war der Chor zu Gast beim »Festival d’Aix-en-Provence« mit geistlicher Musik von William Byrd, Johannn Sebastian Bach, Sergei Taneyev, Igor Stravinsky und Alfred Schnittke sowie in dem offenen Konzert »PARADE [S]« mit zwölf Studenten der Sommerakademie. Vor allem aber stand er in 14 Opernaufführungen auf der Bühne: in Händels »Alcina« (Regie Katie Mitchell) und Mozarts »Die Entführung aus dem Serail« (Regie Martin Kušej). 2014, 2015 und 2016 wurde der Chor für die »Opera Awards« nominiert.