Lionel Bringuier

Lionel Bringuier studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris Cello bei Philippe Muller und Dirigieren bei Zsolt Nagy. Weitere Impulse erhielt er in den Meisterklassen von Péter Eötvös und János Fürst. Seine Studien schloss er mit Auszeichnung ab. Seitdem dirigierte er zahlreiche Spitzenorchester und arbeitete sechs Jahre lang als Resident Conductor mit dem Los Angeles Philharmonic. Von 2009 bis 2012 war er zudem Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Castilla y Léon.

Seit der Saison 2014/15 ist Bringuier Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Tonhalle-Orchesters Zürich. Nach erfolgreicher Etablierung des Creative Chair in der vergangenen Saison, wird Lionel Bringuier diese Saison mit dem Komponisten, Dirigenten und Klarinettisten Jörg Widmann eng zusammenarbeiten und die georgische Violinistin Lisa Batiashvili dem Publikum als Artist in Residence präsentieren.

Enge Verbindungen unterhält er zum Cleveland Orchestra, zum Los Angeles Philharmonic, zum Orchestre Philharmonique de Radio France und zu den Bamberger Symphonikern. Debüts wird er diese Saison u. a. beim Orchestre de Paris und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia geben. Lionel Bringuier ist regelmäßiger Gast bei den Münchner Philharmonikern, beim New York Philharmonic, dem Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela, dem Gewandhausorchester und dem Philharmonia Orchestra London. Als Vertreter der Musik des 21. Jahrhunderts hat er zahlreiche Uraufführungen dirigiert, u. a. von Kaija Saariaho, Marc-André Dalbavie, Magnus Lindberg, Rebecca Saunders und Esa-Pekka Salonen.

Er wurde für seine künstlerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Mit 18 gewann er die 49. »Besançon Young Conductors Competition«. Er erhielt die »Médaille d’or à l’unanimité avec les félicitations du jury à l’Académie Prince Rainier III de Monaco«, die »Médaille d’or« des Bürgermeisters von Nizza und den Ersten Preis beim Wettbewerbs des Janáček Philharmonic Ostrava. Außerdem wurde er mit mehreren Preisen der Schweizer Stiftung Langart und der Cziffra Foundation bedacht.