Benjamin Grosvenor

Der britische Pianist Benjamin Grosvenor ist international für sein elektrisierendes Spiel und seine einfühlsamen eindringlichen Interpretationen bekannt. Seine virtuose Technik und das exzellente Gespür für Klangfarben machen ihn zu einem der gefragtesten jungen Pianisten weltweit. Das »Gramophone Magazine« sieht in dem jungen Pianisten »eine Fähigkeit und ein Talent, das seit Kissins Debüt als Teenager nicht mehr gehört wurde«. Der Klang seines Spiels wird als »sowohl poetisch als auch leicht ironisch, brillant und gleichzeitig luzide, intelligent und dennoch humorvoll« bezeichnet – »dabei mit einer wunderbar klaren gesanglichen Note« (»The Independent«).

Benjamin Grosvenor trat 2004 zunächst als Gewinner der »BBC Young Musician Competition« im Alter von elf Jahren in Erscheinung. Im Anschluss daran entwickelte sich eine internationale Karriere als Konzertpianist, die ihn unter anderem mit Orchestern wie dem Leipziger Gewandhausorchester, London Philharmonic Orchestra, New York Philharmonic, Philharmonia Orchestra, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai und Tokyo Symphony Orchestra sowie im Barbican Centre und der Royal Festival Hall London, der Carnegie Hall und Frick Collection in New York und der Victoria Hall in Singapur auftreten ließ. Grosvenor arbeitete mit zahlreichen geschätzten Dirigenten, darunter Vladimir Ashkenazy, Jiří Bělohlávek, Andrey Boreyko, Semyon Bychkov, Sir Mark Elder, Alan Gilbert, Vladimir Jurowski, Andrew Litton, Andrew Manze, Ludovic Morlot, Kent Nagano, Alexander Shelley, Thomas Søndergård, Michael Tilson Thomas und François-Xavier Roth.

Highlights der vergangenen Spielzeit waren Engagements mit dem Bergen Philharmonic Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Melbourne Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra und Singapore Symphony Orchestra sowie Recitaldebüts in der Carnegie Hall, im Konzerthaus Berlin, beim »Lucerne Festival«, im Wiener Konzerthaus und in der Tonhalle Zürich. In der Saison 2016/17 konzertiert Benjamin Grosvenor u. a. mit dem Atlanta und dem Chicago Symphony, dem BBC Symphony Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, Hallé Orchestra, KBS Symphony Orchestra, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai und Orchestra of St. Luke’s unter Sir Roger Norrington. Mit der Filarmonica della Scala und Riccardo Chailly wird er Liszts 1. Klavierkonzert, mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und François-Xavier Roth sowie dem London Symphony Orchestra und Alpesh Chauhan Brahms’ 1. Klavierkonzert aufführen. Im Recital wird Benjamin Grosvenor in der Kölner Philharmonie, beim »Festival de La Roque-d’Anthéron«, bei der »International Piano Series« im Southbank Centre London, im Théâtre des Champs-Élysées in Paris und bei der Vancouver Recital Society zu hören sein. Grosvenors Kammermusikpartner sind u. a. das Escher, das Elias sowie das Endellion String Quartet, mit denen er etwa im Pariser Musée du Louvre und in der Londoner Queen Elizabeth Hall konzertierte.

Seit der  Saison 2015/16 ist Grosvenor für drei Spielzeiten Gast der Reihe »Junge Wilde« am KONZERTHAUS DORTMUND. Im Jahr 2016 wurde er außerdem zum »Fellow of the Royal Academy of Music« ernannt und mit dem »Ronnie and Lawrence Ackman Classical Piano Prize« ausgezeichnet. 2011 nahm Decca Classics Benjamin Grosvenor als jüngsten britischen Musiker unter Vertrag. Zudem ist er der erste britische Pianist bei diesem Label seit fast 60 Jahren. Seine 2014 bei Decca erschienene Aufnahme (»Dances«) ist ein Recitalalbum mit vom Tanz beeinflussten Werken. Diese wurde als »atemberaubend« (»The  Guardian«) bezeichnet und 2015 mit dem »BBC Music Magazine Instrumental Award« prämiert. Im Herbst 2016 veröffentlichte Decca Grosvenors drittes Recitalalbum »Homages«, das von der Kritik vielfach gelobt und mit dem »Diapason d’Or« ausgezeichnet wurde. In seiner kurzen, aber sensationellen Karriere erhielt Grosvenor den »Young Artist of the Year« und »Instrumental Award« der »Gramophone«, einen Kritikerpreis bei den »Classic Brit Awards«, den »Critics’ Circle Award« des UKfür herausragendes Talent und den »Jeune Talent Diapason d’Or«. Seine musikalische Laufbahn war schon Gegenstand von zwei BBC-Dokumentationen, von »BBC Breakfast«, der »Andrew Marr Show« und der CNN-Reihe »Human to Hero«.

Als jüngster von fünf Brüdern erhielt Benjamin Grosvenor seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Er studierte an der Royal Academy of Music, wo er Unterricht bei Christopher Elton und Daniel-Ben Pienaar erhielt. 2012 machte er seinen Abschluss mit der Auszeichnung »The Queen’s Commendation for Excellence«. Grosvenor wird seit 2013 von der renommierten Privatbankengruppe EFG International unterstützt und wurde vor kurzem europäischer Markenbotschafter der neuen Klavierreihe von Casio »Celviano Grand Hybrid Piano«.