• Foto: Marco Borggreve
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  • Foto: Jürgen Altmann
  • Foto: Anneliese Schürer
Glücksmomente? Für die Menschen des Mittelalters gab es im Diesseits oft nicht besonders viel zu lachen. Ihr Leben war hart und wenig selbstbestimmt – dafür aber versprach ihnen die christliche Lehre für ihre Frömmigkeit das vollkommene Glück nach dem Tod: Die Gläubigen erwarte im Jenseits das himmlische Paradies. Doch wehe denen, die gegen die Regeln verstoßen! Sünder*innen müssen für ihre Taten im Fegefeuer büßen, während die verlorenen Seelen auf ewig in der Hölle schmoren. Die drastischen Beschreibungen von Purgatorio und Inferno, die der italienische Poet Dante Alighieri (1265 – 1321) mit morbider Faszination für seine »Göttliche Komödie« ersann, transformierte Franz Liszt in den 1850er-Jahren in eine monumentale Programmsinfonie. Kühn wagt er sich an die harmonischen Grenzen seiner Epoche heran, bis am Schluss das versöhnliche Magnificat eines Frauenchors das Paradies erahnen lässt.

Auch Dmitri Schostakowitsch griff für seine Werke gern auf Vorlagen zurück – seien sie aus eigener oder aus fremder Feder geflossen. Das erste Klavierkonzert von 1933, ein Doppelkonzert für Klavier und Trompete, verwickelt gekonnt Zitate von Beethoven und Haydn mit barocken Elementen, eigenen Bühnenmusiken und Volksliedmelodien und wird genau dadurch »typisch Schostakowitsch«. Seine nur ein Jahr später entstandene Jazz-Suite hat mit authentischem afro-amerikanischem Jazz nur wenig zu tun, inkorporiert aber neuartige Klänge wie die hawaiianische Gitarre (ein elektrisches Instrument auf dem Klassik-Podium war 1943 wirklich außergewöhnlich!) und schmissige Rhythmen. Stärker als New Orleans hat das europäische Ausland die Suite geprägt: Die drei Sätze Walzer, Polka und Foxtrott erinnern an Kurt Weill, Klezmer und Kabarett. Zwar sieht man den Komponisten auf Fotos kaum einmal fröhlich lächeln – seine Musik kommt allerdings nur selten ohne ein ironisches Augenzwinkern daher.

  • Mitwirkende
    • Mitwirkende
    • Dortmunder Philharmoniker
    • Josep Caballé Domenech Dirigent
    • Frauenstimmen des Kammerchors der TU Dortmund Chor
    • Ulrich Arns Einstudierung
    • Oliver Schnyder Klavier
    • Balázs Tóth Trompete
  • Werke
    • Werke
    • Dmitri Schostakowitsch Suite für Jazzorchester Nr. 1
    • Dmitri Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-moll op. 35
    • Franz Liszt Eine Sinfonie zu Dantes »Divina Commedia«
  • Weitere Infos
    • Weitere Infos
    • Einführung 19.00 Uhr
    • Hinweis Weitere Tickets unter www.tdo.li/konzerte

Veranstalter: Theater Dortmund, Theaterkarree 1-3, 44137 Dortmund

Rund um Ihren Konzertbesuch

Einführung

Komponistenfoyer (2. Etage)

Musikexpertinnen und -experten stimmen Sie vor Konzertbeginn mit Informationen und Anekdoten rund um die Werke und Komponisten auf den Abend ein. 

Gastronomie

Das Restaurant Stravinski im Konzerthaus bewirtet Sie vor oder nach dem Konzert sowie in den Konzertpausen. Reservieren Sie Ihre Pausengetränke schon vorab an einer der Theken.

Service

  • Wo Sie uns finden

    Das Konzerthaus Dortmund liegt zentral in der Dortmunder Innenstadt.
    Konzerthaus Dortmund
    Brückstr. 21
    44135 Dortmund

    Der Haupteingang befindet sich in einer Fußgängerzone. Eine Direktvorfahrt mit dem Auto ist hier nicht möglich.

  • Anreise und Parken

    Das Konzerthaus Dortmund ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Mit Beginn der Saison 2022/23 ist mit Ihrem Konzertticket die Nutzung aller VRR-Verkehrsmittel zur An- und Abreise kostenlos (nähere Informationen zum DSW21-Kombiticket erhalten Sie hier).
    In unmittelbarer Nähe stehen Ihnen außerdem vier Parkhäuser zur Verfügung. Weitere Informationen zu Parkmöglichkeiten und -konditionen finden Sie hier.

  • Barrierefreiheit

    Das Konzerthaus Dortmund ist als barrierefreier Raum zertifiziert: Es verfügt über ebenerdige Zugänge; Foyer, Parkett sowie 1. und 2. Balkon sind über Aufzüge zu erreichen. Behindertengerechte Toiletten sind vorhanden. Für Nutzer von Hörhilfen steht eine Induktionsschleife zur Verfügung.
    Wenn Ihr Besuch mit besonderen Anforderungen verbunden ist, rufen Sie uns bitte unter T 0231 - 22 696 200 an. Unser kostenloser Begleitservice ist bestrebt, Ihnen einen angenehmen Besuch zu ermöglichen. Ausführliche Informationen zur Barrierefreiheit unseres Hauses finden Sie hier.

  • Garderobe

    An der Garderobe im Foyer nimmt man gerne Ihre Mäntel und Rucksäcke, aber auch große Musikinstrumente oder Regenschirme entgegen. Die Garderobengebühr beträgt 1,50 €.

  • Einlass

    Das Eingangsfoyer und die Tages- / Abendkasse öffnen jeweils 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Ihren Sitzplatz im Saal können Sie frühestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn einnehmen. Sollten Sie einmal zu spät kommen, wird unser Foyerpersonal Sie an einer geeigneten Stelle im Programm in den Saal einlassen, um Störungen der laufenden Veranstaltungen so weit wie möglich zu vermeiden.

  • Coronamaßnahmen

    Damit Sie gesund und sicher in den Genuss unserer Konzerte kommen können, passen wir unser Schutzkonzept stets den aktuellen Gegebenheiten an und stimmen uns eng mit den lokalen Behörden ab. Die jeweils geltenden Corona-Schutzbestimmungen finden Sie hier.

  • Bild- und Tonaufnahmen

    Natürlich dürfen Sie während Ihres Besuchs im Konzerthaus Dortmund für Ihren privaten Gebrauch Bild- und Tonaufnahmen machen. Wir bitten aber um Verständnis, dass während der Veranstaltungen aus urheberrechtlichen Gründen die Benutzung von Geräten zur Bild- oder Tonaufzeichnung nicht gestattet ist.

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